Ausstellungen erinnern an die Gründung der Künstlergruppe “junger westen” vor 70 Jahren

Von Ralf Keuper

Vor 70 Jahren, im Sommer 1947, gründeten mehrere Künstler in Recklinghausen die Gruppe “junger westen“. Zu den Gründungsmitgliedern zählten die Maler Emil Schumacher, Thomas Grochowiak, Heinrich Siepmann, Hans Werdehausen, Gustav Deppe sowie der Bildhauer Ernst Hermanns.

Die Künstlergruppe junger westen wurde laut Wikipedia gegründet “mit der Absicht, den in der Zeit des Nationalsozialismus verlorenen Anschluss an die Kunst der Moderne wiederherzustellen und in diesem Rahmen eigene künstlerische Ausdrucksformen zu finden, die in der industriell geprägten Region des Ruhrgebiets verwurzelt sein sollten”

Allerdings wird auf Wikipedia das Gründungsjahr mit 1948 angegeben.

Jedenfalls werden 2017 und 2018 mehrere Ausstellungen in NRW an die Künstlergruppe aus dem Ruhrgebiet erinnern.

Mit verantwortlich für die Außenwirkung der Gruppe junger westen war der Kunstkritiker und Kunstsammler Albert Schulze-Vellinghausen, der vor 50 Jahren verstarb, woran u.a. die WAZ in 50. Todestag von Albert Schulze-Vellinghausen erinnert.

Dort heisst es:

ASV war nicht nur an der kulturellen Entwicklung des Ruhrgebiets in den Wiederaufbaujahren beteiligt, sondern speziell auch an jener in seiner Heimatstadt. Er stellte (s)eine Kollektion mit Werken der informellen Kunst auf, die Arbeiten unter anderem von Emil Schumacher, Thomas Grochowiak, Hans Werdehausen, Heinrich Siepmann und Fritz Winter umfasste.

1967 vermachte Schulze-Vellinghausen einen großen Teil dieser Privatkollektion der 1965 gegründeten Ruhr-Universität. Sie wurde damit zum bedeutender Grundstock der Moderne-Abteilung der Kunstsammlungen der RUB, die seit 1975 ihren Ort im Museum auf dem Campus der Universität hat.

In Unter Rauch und Ruß in der FAZ vom 23.05.17 schreibt Andreas Rossmann über Schulze-Vellinghausen:

Der Homme de Lettres und Übersetzer .., der Mitinitiator der Ruhrfestspiele und Berater der Documenta, der Sammler – das vor allem – Kulturkorrespondent dieser Zeitung in Nordrhein-Westfalen sah sich als Mittler zwischen Produktion und Publikum von seiner Lust und Neugier “gezwungen, junge, nachstrebende Kräfte aus dem Dunkel des Anonymen ans Licht der Publizität zu ziehen”.

 

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