Komponist Moondog: Der Wikinger von Manhattan, der in Westfalen seine künstlerische Vollendung fand

Von Ralf Keuper

Ein Geschichte, die so unglaublich klingt, das sie eigentlich nur in Hollywood oder in echten Märchen spielen kann. Sie handelt von dem Komponisten Moondog, der vor allem in den 1970er Jahren in Manhattan eine stadtbekannte (Touristen-)Attraktion war. Danny Kringel beschreibt die außergewöhnliche Lebensgeschichte dieses Komponisten und Autodidakten, der als Kind durch einen Unfall erblindete, und der von Künstlern wie Leonard Bernstein, Paul Simon und Igor Strawinsky als ebenbürtig angesehen wurde, in Der Wikinger von Manhattan. Moondog, der mit bürgerlichem Namen Thomas Hardin hieß und 1916 in Kansas geboren wurde, hatte bereits durch eigene Kompositionen Berühmtheit erlangt, als er plötzlich von der Bildfläche verschwand. Er tauchte in Deutschland wieder auf, genauer gesagt in Recklinghausen. Dort “entdeckte” ihn Ilona Göbel, die zu dem Zeitpunkt Geologie studierte. Nachdem sie einige seiner Kompositionen gehört hatte, entschloss sie sich, den Mann, der eigentlich wie ein Trippelbruder wirkte, bei ihren Eltern in Oer-Erkenschwick unterzubringen. Bald darauf gab sie ihr Studium auf und gründete das Label Managarm.

Weiterhin heisst es bei Wikipedia:

Moondog musizierte (und dirigierte) in seinen deutschen Jahren häufig in Recklinghausen in der Altstadtschmiede und in der „alternativen“ Gastwirtschaft „Baum“, auch bei Konzerten in Münster und bei den Wittener Tagen für Neue Kammermusik.

Im Jahr 1999 verstarb Moondog in Münster an Herzversagen. Er wurde auf dem Zentralfriedhof begraben, wo eine Büste des Künstlers Ernst Fuchs an ihn erinnert.

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