“Vom Windmühlenflügel zum Turbinenpropeller. Geschichte der Firma Drees & Co. GmbH” von Roman und Wilhelm Mensing

Von Ralf Keuper

In der Wirtschaftsgeschichte sind große Konzerne häufig das bevorzugte Untersuchungsobjekt. Kleine und mittelständische Betrieb gehen dagegen nur allzu oft in der Statistik unter. Von daher ist es lobenswert, dass die Gesellschaft für Westfälische Wirtschaftsgeschichte das Buch Vom Windmühlenflügel zum Turbinenpropeller. Geschichte der Firma Drees & Co. GmbH in ihre renommierte von Karl-Peter Ellerbrock herausgegebene Reihe Kleine Schriften aufgenommen hat.

Das Unternehmen existierte von 1894-1987 in Werl. Seine eigentliche Blüte erlebte Drees & Co. in den 1920er Jahren unter Caspar Egon Drees, der im Jahr 1925 im Alter von nur 44 Jahren verstarb. Als vorausschauend und für die weiteren Jahrzehnte richtungsweisend zeigte sich die Entscheidung von Caspar Drees, in den Turbinenbau einzusteigen.

Weitsichtig war dieser Schritt, weil er frühzeitig eine sich eben erst entwickelnde Tendenz zur Energienutzung mit höheren Wirkungsgraden und der Bändigung von Fallhöhen und Wassermengen kommen sah, die mit dem an seine Grenzen gekommenen Einsatz von Wasserrädern nicht genutzt werden konnten. Und weil mit dieser Produktion Beschäftigung für alle Betriebsteile zu sichern war: Modellbau für die Schreinerei, der Guss von Turbinengehäusen, Krümmern, Laufrädern für die Gießerei, die Bearbeitung der Gussteile für die Dreherei und schließlich die Montage für die Schlosser des Unternehmens. Immerhin knapp über 50 Turbinenaufträge hat Caspar …

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