Das Dirndl: Eine Erfindung zweier Bielefelder

Von Ralf Keuper

Das Dirndl gehört zu Bayern wie Lederhose und Lodenjacke. Dabei ist das Dirndl die Erfindung zweier aus Bielefeld stammender Brüder. Gemeint sind Moritz und Julius Wallach, die im Jahr 1900 in München das Volkskunsthaus Wallach gründeten (Vgl. dazu: Bielefelder machten das Dirndl erst schick). 1911 statteten die Wallachs das Jubiläums-Oktoberfest komplett mit Trachten aus der Zeit um 1811 aus (Vgl. dazu: Julie Wallach). Zum langlebigen Modetrend wurde das Dirndl im Jahr 1930 als Folge der Operette Zum weißen Rössel (Vgl. dazu: Die Lederhosen und Dirndl des Weißen Rössl. Oder: Urbane Dimensionen populärer Vergnügungen in Tracht in Berlin vor 1933). Wegen ihrer jüdischen Herkunft sahen sich die Brüder Wallach 1937 gezwungen, in die USA zu emigrieren.

Im Jahr 2007 widmete sich die Ausstellung Dirndl, Truhen, Edelweiß – die Volkskunst der Brüder Wallach dem Schaffen der Brüder Wallach. Der Radiobeitrag Die Brüder Wallach – Wie das Dirndl in die Stadt kam schildert die  Entstehungsgeschichte des Dirndls und der Volkstracht.

Weitere Informationen:

Das Volkskunsthaus Wallach in München

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