Interview mit Prof. Gerd Faltings – dem berühmtesten lebenden deutschen Mathematiker

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Der deutsche Mathematiker Gerd Faltings ist weltberühmt. Nach zehn Jahren Princeton zog es ihn wieder in die Heimat:Genie in Bonn

Mathematiker Faltings kritisiert Mittelmaß an deutschen Hochschulen

Gerd Faltings

Mathematiker Prof. Dr. Gerd Faltings erhält Ehrendoktorwürde des Fachbereichs Mathematik und Informatik an der Westfälischen Wilhelms-Universität

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Willy Strothotte – der (einstmals) mächtigste Rohstoffhändler der Welt

Von Ralf Keuper

Es dürfte in Westfalen kaum bekannt sein, dass einer der mächtigsten Rohstoffhändler der Welt, der auch mal als einflussreichster Manager der Schweiz bezeichnet wurde, aus unserer Region stammt. Die Rede ist von Willy Strothotte, der 1944 in Borken geboren wurde.

Seine Meriten als Rohstoffhändler verdiente sich Strothotte bei dem legendären und umstrittenen Marc Rich („The King of Oil“). Als einer der „Rich Boys“ genoss er lange Zeit das Vertrauen seines Chefs, der ihn zu seinem Stellvertreter machte. Ein Arbeitskampf in einem Aluminiumwerk im US-Bundesstaat Virginia war Auslöser für den Machtwechsel im damaligen Rich-Konzern. Als Strothotte daraufhin die Führungsfrage stellte, setzte ihn Marc Rich vor die Tür (Vgl. dazu: Rohstoffkonzern. Sie versetzen Berge). Das wiederum führte in der Führungsetage zu einem Aufstand, in dessen Folge Rich seinen Stellvertreter zurückholen musste. Nur wenige Monate später sah sich Rich gezwungen, sein Unternehmen an das Management abzutreten, das seitdem als Glencore firmiert. Strothotte wurde daraufhin der Vorstandsvorsitzende (CEO) der Glencore AG. Zuletzt fungierte er als Verwaltungsratspräsident.

Strothotte gilt als größter Einzelaktionär von Glencore (Stand 2010). Sein Vermögen wird auf 3-4 Mrd. Euro geschätzt.

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Vom „King of oil“ gelernt

Der stille Regent des Rohstoff-Imperiums

Der mächtigste Manager der Schweiz

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Historische Entwicklung der Chemischen Industrie im Ruhrgebiet – Chemische Werke Hüls AG

Ungefähr 300 Zechen förderten bereits um das Jahr 1850 große Mengen an Kohle, die in den zahlreichen Kokereien zu Koks weiterverarbeitet wurde. Das entstehende Kokereigas diente zunächst lediglich als Energiequelle im Produktionsprozess. Im Laufe der Jahrzehnte wurden technologische Verfahren entwickelt, die es ermöglichten, dass das Kokereigas auch für die Gewinnung von Zwischenprodukten genutzt werden konnte. Von bestimmten Bestandteilen gereinigt, konnte es jetzt zu chemischen Nebenprodukten wie Ammoniak und Steinkohlenteer verarbeitet werden. 1887 gelang es Albert Hüssener in Gelsenkirchen, Benzol durch Auswaschen des Koksgases zu gewinnen. Und 1913 ließ Friedrich Bergius ein Verfahren zur Kohlehydrierung patentieren, bei dem durch Verflüssigung von Steinkohle Benzin gewonnen werden konnte.

Von der Kohlewertstoffchemie zur Spezialchemie

Der Reichtum an verschiedenen Kohlesorten ließ im Ruhrgebiet eine Kohlenwertstoffindustrie entstehen, die sich auf die Verarbeitung bestimmter Stoffe spezialisierte: Teerprodukte z.B. in den Rütgerswerken in Castrop-Rauxel und Duisburg, Phenole z.B. in der ehemaligen Hibernia Bergwerksgesellschaft in Gladbeck, heute INEOS Phenol GmbH, Benzin z.B. im ehemaligen Hydrierwerk Scholven in Gelsenkirchen, heute Ruhr Oel GmbH, Pigmente z.B. bei Sachtleben in Duisburg oder Zinkfarben z.B. in den Grillo-Werken in Duisburg.

Durch vielfältige Innovationen im Bereich der chemischen Verarbeitung wurde die Produktpalette stetig erweitert. Im Jahr 1928 wurde in Oberhausen ein Werk der Ruhrchemie AG gegründet, das Düngemittel, später Benzin, Katalysatoren und Polymere produzierte. Im Jahr 1938 erfolgte in Marl der Aufbau eines Buna-Werkes zur Herstellung von synthetischem Kautschuk. Durch die günstige Lage am Wesel-Datteln-Kanal und die Nähe zu Kokereien und Hydrierwerken, die sowohl Lieferant als auch Abnehmer von Produkten waren, entwickelten sich die Chemischen Werke Hüls in Marl nach dem Zweiten Weltkrieg zum drittgrößten Chemiestandort in Deutschland. Durch die stetige Substitution von Kohle durch Erdöl konnten im Chemiewerk später weitere vielfältige Produkte der Grundstoffchemie und der Spezialchemie erzeugt werden: Tenside, Polyvinylchlorid, Lackrohstoffe, Polystyrol oder Weichmacher.

Quelle: Historische Entwicklung der Chemischen Industrie im Ruhrgebiet

Die Geschichte der in dem Beitrag erwähnten Chemischen Werke Hüls in Marl ist in den letzten Jahrzehnten intensiv erforscht und dokumentiert worden, wie in HÜLS  – Chemie im Revier  und  Chemie und Politik. Die Geschichte der Chemischen Werke Hüls 1938 bis 1979. Eine Studie zum Problem der Corporate Governance.  In  seiner Rezension zu dem letztgenannten Buch schreibt Jochen Streb:

Ansicht des Werksgeländes der Hüls AG von Süden, Quelle: Wikipedia

Schon während des ‚Dritten Reichs‘, aber insbesondere während der langwierigen Entflechtungsphase nach dem Zweiten Weltkrieg nahmen die Großaktionäre, das waren BASF, Bayer, Hoechst und das Bergbauunternehmen Hibernia, durchaus eine ambivalente Haltung gegenüber den Unternehmenserfolgen von Hüls ein, da sie befürchteten, dass sich dieses Unternehmen entweder zu einem eigenständigen Konkurrenten für ihre anderen Betriebe entwickeln oder aber den jeweils anderen Anteilseignern zu einem Wettbewerbsvorsprung verhelfen würde. Im ‚Dritten Reich‘ war Hüls als reine Produktionsstätte für den zur Kriegsführung benötigten Synthesekautschuk Buna konzipiert worden. In der Nachkriegsphase verbreiterte man jedoch das Produktionsprogramm und erzeugte neben dem zunächst von den Alliierten verbotenen Synthesekautschuk auch Kunststoffe, Lackrohstoffe, Lösungsmittel sowie Waschrohstoffe – alles Produkte, die auch von den anderen I.G.-Nachfolgeunternehmen hergestellt wurden. …

In der unsicheren Nachkriegssituation bemühten sich die Manager von Hüls wiederholt um eine weit reichende finanzielle Unterstützung der Wiederaufnahme der Synthesekautschukproduktion durch ihren traditionellen Stakeholder Staat, dessen Subventionen im Rahmen der nationalsozialistischen Autarkiebestrebungen die Gründung von Hüls ja erst möglich gemacht hatten. Die Bundesregierung verweigerte sich diesem Ansinnen jedoch standhaft. Die Manager von Hüls mussten lernen, dass die im ‚Dritten Reich‘ eingeübte Strategie, unternehmerische Risiken auf den Staat abzuwälzen, nicht mehr funktionierte.

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Starkes Westfalen-Lippe – die Wachstumsregion (Beschluss Regionalräte Arnsberg, Detmold und Münster)

Link: Beschlussliste über die Sitzung der Regionalräte Arnsberg, Detmold und Münster am 11. März 2016

 

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Industrie und Fotografie Der »Bochumer Verein für Bergbau und Gussstahlfabrikation«, 1854–1926

Bild: Aschendorff-Verlag

Der „Bochumer Verein für Bergbau und Gussstahlfabrikation“ gehörte einmal zu den größten Unternehmen Deutschlands. Groß ist auch seine fotografische Überlieferung mit insgesamt rund 125.000 Aufnahmen. Die ältesten stammen bereits aus den 1860er-Jahren. Heute befindet sich die Sammlung in Essen im Historischen Archiv Krupp. Sie wird nun erstmals systematisch vorgestellt, wobei die Auswahl von 263 Motiven den Zeitraum bis 1926 umfasst, als die Firma ihre Selbstständigkeit verlor. Der größte Teil der abgedruckten Abbildungen ist bislang unbekannt.

Die Fotografien berichten von allen Facetten des Bochumer Vereins und nicht zuletzt von den Menschen, die für ihn arbeiteten. Mit diesen Aufnahmen und jenen, die außerhalb der Werkstore entstanden, wird Vergangenheit wieder lebendig. Darüber hinaus beleuchtet der Band die Geschichte der Industriefotografie: Welche Themen interessierten die Fotografen? Welche ästhetischen Mittel setzten sie ein?

Mit seinen Fotografien schuf der Bochumer Verein eine spannende Erzählung, die den Arbeiter ebenso ansprach wie den Direktor, die allgemeine Öffentlichkeit ebenso wie die Fachleute – und die Zeitgenossen ebenso wie die heute Lebenden. Davon zeugt dieser Band.

Link: Industrie und Fotografie Der »Bochumer Verein für Bergbau und Gussstahlfabrikation«, 1854–1926

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Ein opulenter Bildband blickt auf 72 Jahre Bochumer Verein zurück – in 263 wunderbaren Fotografien. 

 

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Die Berkel. Ein Film über einen Fluss in zwei Ländern

Weitere Informationen:

Die Berkel. Ein Film über einen Fluss in zwei Ländern

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Westfälisches Viertel in Berlin

Das Westfälische Viertel (auch Rheinisch-Westfälisches Viertel oder Südkiez genannt) im Berliner Ortsteil Moabit ist ein überwiegend als Wohnviertel genutztes Stadtquartier. Der Name leitet sich von den Straßenbezeichnungen im Viertel ab, die teilweise nach Städten im heutigen Nordrhein-Westfalen benannt sind (z. B. Essener Straße und Dortmunder Straße). Quelle: Wikipedia.

Weitere Informationen:

Spaziergang durch das Westfälische Viertel in Moabit

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Kienzle versus Nixdorf. Kooperation und Konkurrenz zweier großer deutscher Computerhersteller

Geschichte verblasst schnell, wenn sie nicht aktiv erinnert wird. Eines dieser vom Vergessen bedrohten Kapitel ist die Geschichte des deutschen Computers und der zugehörigen nationalen Computerindustrie. In Jahren der wirtschaftlichen Globalisierung geriet Schritt um Schritt in Vergessenheit, dass sich damit ein wichtiges und gleichzeitig spannendes Kapitel deutscher Zeit- und Wirtschaftsgeschichte verbindet. Einer der verbliebenen Erinnerungsorte hierfür ist bis heute Paderborn als Sitz der Nixdorf Computer AG und ihrer Nachfolgeunternehmen. Institutionen wie das Heinz-Nixdorf-MuseumsForum pflegen das ideelle und kulturelle Erbe des deutschen Computerpioniers und seines Unternehmens. Sie erinnern gleichzeitig an die vielen anderen Marken und Unternehmen, die diese Zeit prägten. Einer der anderen großen nationalen Anbieter von Computersystemen war die Kienzle Apparate GmbH Villingen, die nicht nur ein wichtiger Nixdorf-Konkurrent auf dem Markt für Mittlere Datentechnik war, sondern deren Entwicklung sich seit den 1960er Jahren immer wieder eng mit dem Schicksal Nixdorfs verband. In vielerlei Hinsicht war Kienzle ganz anders als der schillernde Branchenprimus. Während Nixdorf für viele Zeitgenossen eine offensiv auf (internationale) Expansion ausgerichtete und medienorientierte Unternehmensphilosophie verkörperte, tat sich das familiengeführte Unternehmen aus dem Schwarzwald mit dem eigenen Bild in der (Fach-)Öffentlichkeit immer schwer und litt deshalb jahrzehntelang unter dem Image einer traditionsverbundenen, soliden, aber auch leicht angestaubten Firma aus der südwestdeutschen Provinz.

Quell: Kienzle versus Nixdorf. Kooperation und Konkurrenz zweier großer deutscher Computerhersteller

Weitere Informationen:

Heinz Nixdorf: Der Computerkönig aus Paderborn (Filmdokumentation)

Die Softwareindustrie in Westfalen

Geschichte der Datenverarbeitung und Informatik in Westfalen – ein kurzer Überblick

Vor 30 Jahren starb Heinz Nixdorf auf der CeBIT. Aus diesem Anlass ist ein Buch über den westfälischen Unternehmer erschienen, das neue Akzente setzt.

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Heinrich Wilhelm Beukenberg: Ein Montanindustrieller seiner Zeit

Warum ist eine Biographie über Heinrich Wilhelm Beukenberg von besonderem Interesse? Beukenberg war einer der großen Montanindustriellen zu Beginn des 20. Jhs. Geboren wurde er am 10. November 1858 in Werne (Kreis Bochum). Warum blieb er bis heute weitgehend unbekannt? Der biographische Zugang kann Einblicke sowohl in die Entscheidungsstrukturen eines Montankonzerns als auch in die der schwerindustriellen Führungszirkel und ihr Einflussgefüge (insbesondere Verbände) gewähren, um Interdependenzen zwischen Staat, Gesellschaft und Montanindustrie erkennen zu können und fokussiert auf einen ihrer führenden Männer.

Quelle: Heinrich Wilhelm Beukenberg Ein Montanindustrieller seiner Zeit

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Maschinenbau: Westfalens Stärke

Link: Regionaldaten Maschinenbau NRW. Betriebe, Beschäftigte und Umsatz nach Verwaltungsbezirken

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