Westfälische Nachtigallen – Weihnachtslieder-Potpourri

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Niklas Luhmann zum 90. Geburtstag

Von Ralf Keuper

In diesen Tagen wäre der Systemtheoretiker Niklas Luhmann 90 Jahre alt geworden. Luhmann, der mehrere Jahrzehnte an der Universität Bielefeld lehrte, war einer der produktivsten und inspirierendsten Gesellschaftstheoretiker des 20. Jahrhunderts. Legendär ist sein Projektantrag für die Entwicklung einer Gesellschaftstheorie:

  • Dauer: 30 Jahre,
  • Kosten: keine.

So war es auch.

Hier eine Auswahl von Beiträgen, die aus Anlass seines 90. Geburtstages das Werk des großen Soziologen würdigen:

Crosspost von Denkstil

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Die Ahauser „Stikkenfabrik“: Das Ende einer Legende

Quelle: Die Ahauser „Stikkenfabrik“: Das Ende einer Legende

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Das Horrorhaus von Höxter | WDR Doku

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FSB Klinken-Geschichten

Von Ralf Keuper

Dass ein profaner Gegenstand wie eine Türklinke zu ästhetischen Betrachtungen Anlass geben kann, die wiederum eine Bibliothek füllen können, beweist seit Jahrzehnten die Franz Schneider Brakel GmbH – kurz: FSB.

Mit ihren Klinken-Geschichten hat FSB in der Werbung Maßstäbe gesetzt:

Von der Elite der deutschen Werbung – in Form des Art Directors Clubs für Deutschland (ADC) – wurde mit Staunen verfolgt, wie ein bis dahin völlig unbekannter Hersteller eines anonymen Allerweltsproduktes unter Außerachtlassung eherner Reklame-Regeln versuchte, mit textlastigen Drittelseiten allwöchentlich auf sich und seine Produkte aufmerksam zu machen. Der unbekannte Abweichler von der Norm wurde zu einem Trendsetter. Schon in der ersten Werbepause nach 24 Anzeigen protestierten die Leser der ausgewählten Werbeträger und wollten wissen, wann es weiter gehe. Unsere kurzen Essays waren zum Aufmacher der Blätter aufgestiegen.

Mittlerweile gibt es auch den Klinken-Comic.

Vor einigen Jahren widmete das Wirtschaftsmagazin brand eins dem ungewöhnlichen Unternehmen aus Ostwestfalen den Beitrag Klinke ante portas. 

Daraus ein Zitat:

Dass FSB als Produzent eines im Prinzip doch recht simplen Gebrauchsgegenstands mit den Jahren eher als Kunst- denn als Türklinkenschmiede in die Annalen der deutschen Mittelstandsgeschichte eingegangen ist, mag auch am hiesigen Umfeld gelegen haben. Der allgemeine Gebrauch und Nutzen von Türgriffen muss im deutschen Markt ja nicht wirklich erklärt werden so etwas wie den funktionell zurückgebliebenen Türknauf kennt der deutsche Öffner schließlich nicht. Vielmehr ist hierzulande am häufigsten eine Klinke anzutreffen, die so funktionell ist, dass sie dank ihrer U-Form sowohl Pferdegeschirr im Stall als auch Arztkittel im Krankenhaus vor dem Einfädeln und Hängenbleiben bewahrt. Für ein Volk mit so viel Sinn fürs Praktische fand Braun ein wirksameres Unterscheidungsmerkmal als die Funktion: die Form.

Auch darüber hinaus ist FSB bestrebt, die Diskussion über den Beitrag, den Design für eine aufgeklärte Gesellschaft leisten kann und muss, zu fördern. So hat FSB eine Neuauflage der Filme aus der edition disegno herausgegeben, wofür sich stellvertretend für viele andere, René Spitz in einem Vortrag bedankte.

Lobens- und erwähnenswert ist auch der FSB-Blog.

Von wegen Provinz 😉

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Das Siegerland als Beispiel wirtschaftsgeschichtlicher und wirtschaftsgeographischer Harmonie

Das Siegerland als Landschaft im Ostflügel des Rheinischen Schiefergebirges an der oberen Sieg mit dem Hauptort Siegen, nach denen das Land seinen Namen erhielt, hat durch sein wertvolles manganreiches Eisenerz und dessen Verarbeitung seit rund 2500 Jahren zu einem der wirtschaftlich wichtigsten Gebiete Deutschlands sich entwickelt. Seine Geschichte ist in erster Linie Wirtschaftsgeschichte und auch seine Landeskunde größtenteils wirtschaftsbetont.

Das Eisen und seine Verarbeitung mit allen ihren Folgewirkungen haben seine Wirtschaft und Landschaft so tief und nachhaltig geprägt, daß dem Siegerland eine individuelle Eigenart und Sonderstellung und, trotz der räumlichen Kleinheit des Gebietes von nur 30 mal 40 km Durchmesser, eine sehr große Wirtschaftsbedeutung zukommt, welche die besondere Beachtung der Geschichtler und Geographen auf sich gezogen hat. …

Quelle: Paul Fickeler: Das Siegerland als Beispiel wirtschaftsgeschichtlicher und wirtschaftsgeographischer Harmonie

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Vom Fürstbistum zum Fürstentum Minden

Zu Beginn des 9. Jahrhunderts wurden die engrischen Missionsbezirke im Weserraum, die seit etwa 790 der Fuldaer Mönch und Missionsbischof Erkanbert leitete, in eine ordentliche Diözese umgewandelt. Zum Bischofssitz wurde endgültig der militärstrategisch wichtige und verkehrsmäßig günstig gelegene Ort Minden an einer Weserfurt bestimmt. Trotz der Beziehungen zu Fulda wurde aber die neue Diözese Minden der Kirchenprovinz Köln eingegliedert. Die Weihe des ersten Mindener Domes erfolgte 802 oder 812. Der erste Mindener Bischof Erkanbert starb 830.

Die Diözese Minden erstreckte sich über Gebiete, die größtenteils rechts, d. h. östlich der Weser liegen und heute zu Niedersachsen gehören. Im Norden grenzte das Bistum Minden an das Bistum Verden, im Osten an Bistum Hildesheim, im Süden an Paderborn und im Westen an Osnabrück. Im Spätmittelalter war das Bistum Minden in 12 Archidiakonate gegliedert.

Quelle: Hans Nordsiek: Vom Fürstbistum zum Fürstentum Minden Verfassungs rechtliche, politische und konf5ssionelle Veränderungen von 1550 bis 1650

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CIIT Science Slam | CENTRUM INDUSTRIAL IT

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Orgelland Westfalen

Von Ralf Keuper

Orgeln und Orgelmusik sind nicht für die Unesco fester Bestandteil des Weltkulturerbes (Vgl. dazu: Orgel in Gütersloh soll Welterbe der Menschheit werden & Orgelbau und Orgelmusik zählen zum Kulturerbe). Berühmt sind die Orgelwerke von Johann Sebastian Bach.

Die Orgellandschaft in Westfalen ist ungewöhnlich vielfältig; sowohl in künstlerischer wie auch in handwerklicher Hinsicht, wie allein schon ein Besuch der Seite Orgelatlas Ostwestfalen-Lippe, der Blick in die Beiträge Orgellandschaft Westfalen und Lippe , Die Orgellandschaft in Westfalen und angrenzenden Regionen im 16. Jh. und Liste von Orgeln in Westfalen und Lippe zeigen.

Die ersten Orgeln in Westfalen stammen aus dem frühen Mittelalter:

Erstmals ist im Jahr 1181 von einer Orgel im Alten Dom zu Münster die Rede. Auf dem Musikantenfries im Paradies des Doms findet sich ein Steinrelief aus der Mitte des 13. Jahrhunderts mit der Darstellung einer Orgel. Die Orgel in St. Peter und Paul in Wormbach integriert drei Orgelpfeifen aus dem Ende des 14. Jahrhunderts, die als die ältesten erhaltenen Pfeifen in Westfalen gelten. Aus dem Jahr 1431 datiert die Orgel von St. Andreas, Ostönnen und ist damit die älteste spielbare Orgel in Deutschland.

Die in dem Zitat zuletzt genannte Orgel in Ostönnen genießt unter Musikwissenschaftlern einen ausgezeichneten Ruf.

Der Orgelverbund Westfalen will Konzertveranstalter und Musiker aus der Region in einem Künstlerpool zusammenbringen.

In Borgentreich kann man im dortigen Orgelmuseum u.a. die größte Barockorgel Westfalens und die weltweit größte Springladenorgel bestaunen.

Musikkenner schätzen die Konzerte auf der historische Möller-Orgel in Marienmünster.

Weitere Informationen:

Historische Orgeln in Soest

Orgeln in Westfalen

Orgelbau in Münster und Westfalen

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1968 in Westfalen: Proteste, Bürgerinitiativen, Landkommunen (Buch; LWL-Kultur)

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