Bielefelder Medienkompetenz-Modell

Der Medienpädagoge Dieter Baacke gilt als der Erste, der 1973 M. beschrieben hat, ohne bereits den Begriff zu verwenden. In späteren Arbeiten stellt er das Bielefelder Medienkompetenz-Modell auf. Es besteht aus den vier Dimensionen Mediennutzung, Medienkunde, Mediengestaltung und Medienkritik. Norbert Groeben entwickelt das Modell in der Medienps. zu einem aktuell gebräuchlichen Modell weiter. Ziel ist das gesellschaftlich handlungsfähige Subjekt, das einerseits mit Medien umgehen und sie sich andererseits auch zunutze machen kann.

Quelle / Link: Medienkompetenz

Weitere Informationen:

Was ist Medienkompetenz?

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WDR – Beim Holzschuhmacher Bernhard Berning im Münsterland

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Ruhe finden – Mit dem Bulli durchs Paderborner Land | WDR Reisen

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Die Bildhauerkunst Heinrich Brabenders

Charakteristisch für die Kunst Heinrich Brabenders ist seine Fähigkeit, mit Hilfe seiner Kunst den genauen psychologischen Moment der dargestellten Szene (Christus vor Pilatus) oder des dargestellten Moments zu fassen. Der menschliche Ausdruck der Gesichter, die sprechende Körperhaltung, die Vornehmheit der Figuren und die abgestimmte Anordnung der Teile zum Ganzen sprechen von einem Bildhauer, dem in der Kunst seiner Zeit ein hoher Rang gebührt.

Quelle: 100 Meisterwerke westfälischer Kunst, Autor: Klaus Kösters

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Wie Karl Rogge, Vater des Botanischen Gartens in Gütersloh, die englische Reformbewegung nach Westfalen brachte

Von Ralf Keuper

Zu den Sehenswürdigkeiten in Gütersloh zählt der Botanische Garten. Zusammen mit dem ihn umgebenden Stadtpark ist er einer der schönsten Parks Deutschlands. Zu verdanken hat die Stadt dieses Kleinod dem Gartenoberinspektor Karl Rogge, der während seiner Zeit in der damaligen britischen Kap Kolonie in Südafrika mit der englischen Reformgartenbewegung in Kontakt kam.

Sie gilt als die zweite Gartenrevolution, die von England ausging – der Englische Landschaftsgarten, der den Barockgarten ablöste, war die erste. Vordenker des neuen Stils war William Robinson. Er propagierte ab 1878 die Verwendung von Stauden statt Wechselbepflanzungen mit einjährigen Blumen und entwarf sorgsam geplante, aber dennoch natürlich wirkende Wildblumen- und Staudenbeete. Auch machte er den Steingarten in England populär, eine Popularität, die bald auf den ganzen Kontinent überging und bis heute anhält. … Eine weitere herausragende Vertreterin der Reformgartenbewegung war Gertrude Jekyll. Die studierte Malerin wurde für ihren Fokus auf Blütenfarben als Konzept ihrer Gartengestaltung bekannt. Ihre naturnahen Gärten mit der Rückbesinnung auf “altmodische” heimische Stauden waren wegweisend für die Entwicklung des Landhausstils, der eine Verbindung natürlicher und gebauter Elemente anstrebt (in: Schau mal an!, Heimatjahrbuch Kreis Gütersloh 2019, Autoren: Matthias Berner und Daniela Toman).

Rogge orientierte sich, so die Autoren, nicht am klassischen Botanischen Garten, wie er zu Beginn des 20. Jahrhunderts vor allem in Universitätsstädten en vogue war, sondern bevorzugte einen reinen Schaugarten.

Seine Beete sollten schön anzusehen sein und das Gemüt erfreuen, sie sollten aber zugleich auch Anschauungsobjekte sein und den Besuchern Impulse für die Gestaltung des  eigenen Gartens geben (ebd.).

Mit dem weitgehenden Verzicht auf einjährige Pflanzen und der Verwendung der robusteren Stauden, zählte Rogge in Deutschland zu den Pionieren.

Das war für eine städtische deutsche Gartenanlage, zumal in der westfälischen Provinz, durchaus fortschrittlich und “state of the art” (ebd.).

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Geheimnisvolles Münsterland

Die erdgeschichtliche Entwicklung hat dem Münsterland einen ganz eigenen Stempel aufgedrückt. Das Kreidemeer, das sich in der Westfälischen Bucht ausdehnte, hat nicht nur den größten versteinerten Ammoniten der Welt zutage gefördert, es hat auch Ablagerungen hinterlassen, die als Hügelketten das ansonsten flache Land unterbrechen: Die Hohe Mark und die Borkenberge bei Haltern, die Baumberge sowie die Beckumer Berge. Auf mehr als 186 Meter bringen es diese Erhebungen allerdings nicht, aber Bescheidenheit gehört schließlich zu den wesentlichen Eigenschaften der Münsterländer, die Annette von Droste-Hülshoff als “Stockwestfalen” beschrieben hat.

Nicht von praller Schönheit wie die Landschaften des Südens, nicht faszinierend karg wie die Weiten des Nordens, ist das Münsterland reich an Erlebens- und Entdeckenswertem. Aber es geizt mit seinen Reizen, still und bescheiden, und stets ein bisschen geheimnisvoll. Es ist die Landschaft für Genießer, die sich Zeit nehmen die alle Sinne öffnen, um das Münsterland in sich aufzunehmen.

Quelle: Impressionen Münsterland. Eindrücke von Monika Hörig, bebildert von Werner Otto

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Die Kornbrenner aus Westfalen

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Kreise Gütersloh, Steinfurt und Paderborn – heimliche Spitzenreiter bei der Einwohnerentwicklung in Westfalen

Von Ralf Keuper

Nur wenige Landkreise und Städte in Westfalen können auf eine ähnlich dynamische Entwicklung bei den Einwohnerzahlen verweisen wie die Landkreise Gütersloh, Steinfurt und Paderborn. Noch im Jahr 1987 zählte der Kreis Gütersloh 288.000 Einwohner. Im Jahr 2016 waren es bereits 362.000 (Vgl. dazu: Kreis Gütersloh). In absoluten Zahlen ist das eine Zunahme von 74.000 Einwohnern, was ca. 25 % Zuwachs entspricht.

Im Kreis Paderborn hat sich die Bevölkerungszahl von 1985 bis 2015 sogar um 32 Prozent erhöht (Vgl. dazu: Kreis Paderborn). Auf 27% Steigerung kommt der Kreis Steinfurt.

Zum Vergleich: In Münster, in Berichten häufig als “Wachstumschampion” bezeichnet, stieg die Zahl von 1987 bis 2016 von 246.000 auf 311.000, was einem Zuwachs von 65.000 Einwohnern bzw. 26% entspricht (Vgl. dazu: Einwohnerentwicklung Münsters).

Der Kreis Borken legte um 20 % zu, der Kreis Warendorf im selben Zeitraum (1985-2015) um immerhin 14,6 %. Im Kreis Minden-Lübbecke waren es 12%, im Kreis Coesfeld ca. 16%. Weitgehend konstant war die Entwicklung im Märkischen Kreis.

Der Landkreis mit den meisten Einwohnern Westfalens, der Kreis Recklinghausen, hat von 1980 bis 2015 kaum Einwohner verloren, aber auch nicht hinzugewonnen. Ähnlich verhält es sich im Kreis Siegen-Wittgenstein.

Spitzenreiter beim Einwohnerrückgang in Westfalen ist die Stadt Herne. Von 1985 bis 2015 sank die Zahl der Einwohner von 172.000 auf 156.000 und damit um ca. 10 Prozent. Besonders dramatisch verlief die Entwicklung über einen längeren Zeitraum betrachtet in Gelsenkirchen. Hier sank Einwohnerzahl von 389.000 im Jahr 1959 auf 260.000 im Jahr 2017.

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Die vorindustrielle Wirtschaft in Westfalen. Ihre Geschichte vom Beginn des Mittelalters bis zum Ende des Alten Reiches

Westfalen war zwischen 1780 und 1850 einer der zentralen Schauplätze der Industriellen Revolution in Deutschland. Der rasche Wandel dieser Jahrzehnte, der bis heute nachwirkt, hatte jedoch einen jahrhundertelangen Vorlauf. Das Buch fragt, wie das bemerkenswert große Entwicklungspotenzial der westfälischen Wirtschaft um 1800 entstehen konnte. Eingehend dargestellt wird dafür das langfristig wirkende Zusammenspiel von Landwirtschaft, Bergbau, Gewerbe und Handel seit der Karolingerzeit. Bereits seit dem 12. Jahrhundert wurden in Westfalen auf dieser Grundlage vor allem Metallwaren und Textilien für den Export hergestellt. Ein „Take-Off“ gelang dann mit dem Anschluss an den atlantischen Handel über Amsterdam und London im 17. und 18. Jahrhundert.

Der Autor wertet umfassend die erhaltenen Urkunden, Akten und Chroniken aus Westfalen sowie die ortsgeschichtliche Literatur aus. Er geht auf alle Teilregionen Westfalens sowie auf die angrenzenden Räume ein. 70 Jahre, nachdem Bruno Kuske erstmals eine Wirtschaftsgeschichte Westfalens schrieb, liegt damit endlich eine umfassende Darstellung zu einem der wichtigsten vormodernen Wirtschaftsräume vor. Band 1 umfasst die Forschungsgeschichte, die Landwirtschaft einschließlich der Agrarverfassung, die Agrarprodukte und den Wald, Nutzpflanzen und Nutztiere sowie die Bodenschätze
(Metalle, Steinkohle, Salz). Band 2 behandelt das produzierende Gewerbe mit Metallwaren, Textilien, Nahrungs- und Genussmitteln, das Baugewerbe, die Medien und die Kulturproduktion. Band 3 beschreibt den tertiären Sektor mit Handel, Geld- und Kreditwesen, dem Verkehr und dem öffentlichen Dienst, ferner enthält er eine Zusammenfassung zum wirtschaftlichen Wandel in Westfalen seit der Karolingerzeit.

Quelle / Link: Die vorindustrielle Wirtschaft in Westfalen. Ihre Geschichte vom Beginn des Mittelalters bis zum Ende des Alten Reiches

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Franz Knöbel – Erfinder der Kugelkopfkupplung

Franz Knöbel erhielt am 14. März 1934 ein Patent auf die Kugelkopfkupplung. Der Hersteller Westfalia erlangte mit dieser Erfindung weltweit Bekanntheit. Der damalige Durchmesser der Kugel von 50 mm ist heute noch die Norm. Für leichte Anhänger (ohne/mit Auflaufbremse) ist die Kugelkopfkupplung der heutige Kupplungsstandard. Die nicht „selbsttätige“ Kugelkopfkupplung ist zulässig bei Anhängern in der Land- und Forstwirtschaft sowie bei einem zulässigen Gesamtgewicht des Anhängers bis maximal 3500 kg (Quelle: Wikipedia)

Franz, der Sohn, entwickelt die Kugelkopf Anhängerkupplung angeregt durch die Gelenkpfanne eines Hänchenknochen. Diese Verbindung von Zugwagen und Anhänger war so revolutionierend, dass sie unübertroffen blieb (Quelle: Die Geschichte der Westfalia-Werke).

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