Franz Knöbel – Erfinder der Kugelkopfkupplung

Franz Knöbel erhielt am 14. März 1934 ein Patent auf die Kugelkopfkupplung. Der Hersteller Westfalia erlangte mit dieser Erfindung weltweit Bekanntheit. Der damalige Durchmesser der Kugel von 50 mm ist heute noch die Norm. Für leichte Anhänger (ohne/mit Auflaufbremse) ist die Kugelkopfkupplung der heutige Kupplungsstandard. Die nicht „selbsttätige“ Kugelkopfkupplung ist zulässig bei Anhängern in der Land- und Forstwirtschaft sowie bei einem zulässigen Gesamtgewicht des Anhängers bis maximal 3500 kg (Quelle: Wikipedia)

Franz, der Sohn, entwickelt die Kugelkopf Anhängerkupplung angeregt durch die Gelenkpfanne eines Hänchenknochen. Diese Verbindung von Zugwagen und Anhänger war so revolutionierend, dass sie unübertroffen blieb (Quelle: Die Geschichte der Westfalia-Werke).

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Malocher, Macho, Macher – Erinnerungen an Rudi Assauer

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Westfälisches Jugend Sinfonieorchester: Auszüge aus der Großen Ballettmusik aus der Oper Margarete (Faust)

Weitere Informationen:

Faust (Gounod)

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Cronica Lunensis civitatis Markanae: Aufzeichnungen eines westfälischen Geistlichen aus dem 16. Jahrhundert

Georg Spormecker, katholischer Geistlicher in Dortmund, Lünen und Herbern, begann 1536 die Niederschrift seiner Cronica Lunensis, die sich zu einer Nachrichten- und Berichtesamlung seines Lebens- und Erlebensraumes entwickelte und viele Ereignisse auch aus der deutschen und der europäischen Geschichte ders 16. Jahrhunderts enthält. Die Chronik spiegelt mit ihren Brüchen die Zeit Karls V., mit dem der Chronist († 1562) die Lebenszeit nahezu teilt., aus der Sicht eines Kleinstadt- bzw. Dorfgeistlichen. Sie enthält dabei eine große Zahl an Nachrichten, vorzugsweise aus Westfalen, die an anderer Stelle nicht überliefert sind. Nachfolger setzten die Chronik bis 1621 fort. Die Neuausgabe der Cronica Lunensis enthält die Abschrift des Spormeckerschen Manuskriptes, die Übersetzung und die Kommentierung der meisten Mitteilungen.

Quelle / Link: Cronica Lunensis civitatis Markanae: Aufzeichnungen eines westfälischen Geistlichen aus dem 16. Jahrhundert (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Westfalen)

Weitere Informationen:

“Cronica Lunensis civitatis Markanae” LWL gibt Chronik von Lünen und Westfalen heraus

Rezension von Heinrich Schoppmeyer in Heimatpflege in Westfalen 4-5/2013

Georg Spormecker

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Absetzbare Wirtschafter: Die Schulten im alten Westfalen

Schulte gehört neben Meier, Richter, Müller, Schmidt, Fischer, Weber, Schneider, Schröder zu den häufigsten Familiennamen in Westfalen. Sie alle kennzeichnen entweder den Beruf oder die Funktion der Person, die als jeweils erste einer Familie den Namen führte bzw. von den Nachbarn so benannt wurde. Funktionsnamen sind die ersten drei, Schulte, Meier und Richter. Von ihnen bezeichnet Richter – wie die Berufsnamen – eine Tätigkeit. Im Unterschied zu den Trägern der Berufsnamen zielt seine Tätigkeit jedoch nicht auf die Herstellung von materiellen, physisch greifbaren Gegenständen. Er produziert Urteile’, Sentenzen, sprachliche Sätze, solche Sätze allerdings, deren Inhalt tief greifende Auswirkungen auf Entstehungsweise, Gestalt und Funktion von materiellen Gegenständen und von vielem anderen haben können. Nicht so der Meier. Das Wort Meier bezeichnet keine Tätigkeit: Er “meiert” nicht, er ist Meier, hat den Charakter, die Funktion eines Meiers.

Wohin gehört in diesem Zusammenhang der Schulte? Er ist dem Meier eng verwandt. Beide, Schulte und Meier, können, wenn sie Familiennamen sind, mit Zusätzen versehen sein, meist Namen von Siedlungen unterschiedlichen Ranges, darunter solche, die sich im Laufe der Geschichte als Kirchdörfer, ja, als Städte darstellen. Das weist auf eine besondere Bedeutung der Schulten- oder Meierhöfe hin und zwingt zu der Frage, ob die Höfe den Namen nach dem Dorf oder aber das Dorf den Namen des Hofes trägt. Wir finden z. B. den Namen Schulze- Rhynern, verkürzt und verhochdeutscht aus Schulte to Rineren in einem Kirchdorf bei Hamm, oder den Namen Meier zu Sieker in einem Kirchdorf bei Bielefeld, aber auch Meier zu Siederdissen ohne Kirche. ….

Quelle / Link: Absetzbare Wirtschafter: Die Schulten im alten Westfalen

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Hermann Wätjen (1876- 1944) – ein Reederssohn als Handels- und Überseehistoriker in der Weltkriegsepoche

Der Historiker Hermann Wätjen zählt nicht zu den Großen seines Faches. Gleichwohl nimmt er sowohl in der deutschen Geschichtswissenschaft während der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts als auch in der Geschichte der historischen Disziplin an der damals stark expandierenden Universität Münster eine seltene Sonderstellung ein. Wätjen – Sprössling einer Reedersfamilie aus Bremen pflegte auch während seiner beiden Jahrzehnte in Münster den Lebensstil des hanseatischen Großbürgers. Seine Arbeiten zur weltweiten Seehandelsgeschichte der Niederländer im 17. und der Hansestädte Bremen und Hamburg im 19. Jahrhundert zwischen napoleonischer Kontinentalsperre und Bismarckscher Reichsgründung erschlossen Neuland wirtschaftsgeschichtlicher Archivforschung. Seine heute immer noch gut lesbaren Veröffentlichungen spiegeln seine Darstellungsgabe, während sich Fragestellungen und Methoden wirtschaftsgeschichtlicher Forschung zwischenzeitlich erheblich gewandelt haben. …

Quelle / Link: Hermann Wätjen (1876- 1944) – ein Reederssohn als Handels- und Überseehistoriker in der Weltkriegsepoche

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Melitta Bentz – Erfinderin des Kaffeefilters

Weitere Informationen:

„Hattinger Schätze: Private Sammler stellen aus“ im Museum im Bügeleisenhaus (MiBEH) vor. Heute: Kaffeefilter aus der Sammlung Hagel.

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Die Geschichte der Accumulatoren Fabrik Aktiengesellschaft Berlin-Hagen (AFA) – später VARTA

Von Ralf Keuper

Im Jahr 1888 nahm in Hagen die erste industrielle Akkumulatorenfertigung in Deutschland ihre Arbeit auf. Bereits ein Jahr zuvor hatte Adolph Müller zu diesem Zweck die Firma Büsche & Müller gegründet.

Bestärkt durch den Fabrikanten Wilhelm Post und unterstützt durch Geldgeber im engsten Freundeskreis, gründete Müller im Dezember 1887 in Hagen die Firma Büsche & Müller. Dazu erwarb er von dem Hagener Textilfabrikanten Hermann Harkort ein altes Hammerwerk in Hagen-Wehringhausen und ließ es umrüsten. Im Januar 1888 begann er dort als erster in Deutschland mit der industriellen Fertigung von Bleiakkumulatoren, mit neun Monteuren, 40 Arbeitern und Angestellten (Quelle: Wikipedia).

Bereits zwei Jahre später, nachdem das Unternehmen in Accumulatoren-Fabrik Tudorschen Systems Müller & Einbeck umbenannt wurdebegann mit der Firmierung als Accumulatoren Fabrik Aktiengesellschaft Berlin-Hagen (AFA) eine neue Phase.

1890 wurde Müller & Einbeck durch maßgebliche Beteiligung der beiden Berliner Elektrokonzerne Siemens & Halske und AEG (Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft) sowie vor allem der Deutschen Bank in die Accumulatoren Fabrik Aktiengesellschaft Berlin-Hagen (AFA) umgewandelt, die im 20. Jahrhundert in der BRD unter dem Namen VARTA und in der DDR unter dem Namen BAE bekannt wurde (Quelle: ebd.).

Über die Entstehung der Marke VARTA:

Die AFA kreiert die Marke VARTA®, ursprünglich um ihre kleinen tragbaren Akkumulatoren zu vermarkten, die bei Verbrennungsmotoren zum Einsatz kommen und die das Ankurbeln der Motoren überflüssig machen. Der Name VARTA®setzt sich aus den Anfangsbuchstaben von Vertrieb, Aufladung, Reparatur Transportabler Akkumulatoren zusammen (Quelle: Geschichte der Marke VARTA® (1887-1909)).

Nicht weit von Hagen entfernt, in Köln, produzierte zur gleichen Zeit die Firma Gottfried Hagen AG ebenfalls Akkumulatoren im größeren Stil, worüber Norbert Bangert in Elektromobilitäts-Geschichte(n) – Ausgabe Januar 2019 – Spannendes aus der Familiengeschichte um 1900: Mein Ur-Großvater als Wegbereiter der Elektromobilität berichtet.

Weitere Informationen:

Die Hagener Akkumulatoren-Fabrik (AFA) – nach Kriegszerstörungen im Zweiten Weltkrieg

Varta formiert sich neu und gründet Holding

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Einstieg in die Unterwelt – Mittelalterlicher Bergbau bei Brilon

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Konzentrationsprozess auf dem westfälischen Zeitungsmarkt setzt sich fort

Von Ralf Keuper

Die Meinungsvielfalt auf dem westfälischen Zeitungsmarkt war schon mal größer. In den letzten Jahren sind zahlreiche, einstmals renommierte Zeitungen entweder komplett verschwunden oder mit anderen zusammengelegt worden. Besonders eindrücklich wird das am Schicksal der Münsterschen Zeitung sichtbar (Vgl. dazu: Münstersche Zeitung: Das traurige Ende). Immer häufiger werden Lokalredaktionen zu sog. Redaktions-Pools oder Redaktions-Netzwerken zusammengelegt. Die Regionalzeitung mit eigenem Mantel ist ein Auslaufmodell (Vgl. dazu: Die Regionalzeitung mit eigenem Mantel – ein Auslaufmodell). Hart traf es die Westfälische Rundschau.

Am 15. Januar 2013 gab die Geschäftsführung der WAZ Mediengruppe bekannt, die Zentralredaktion und die Lokalredaktionen der WR zu schließen, die 120 Redaktionsmitarbeiter zu entlassen und einen Sozialplan aufzustellen. Der Titel der Zeitung solle erhalten bleiben, teilte die Mehrheitsgesellschafterin mit. Der Mantelteil der WR wird seit dem 2. Februar 2013 komplett im „Content Desk“ der WAZ-Mediengruppe erstellt (Quelle: Wikipedia).

Ein weiterer Schritt wird nun mit der Zusammenlegung der Westfälischen Nachrichten (Münster) und des Westfalen Blatts (Bielefeld) vollzogen, worüber in Westfälische Verleger schließen sich zusammen berichtet wird. Es wird eine punktuelle Zusammenarbeit der Redaktionen angestrebt. Die neue Holding sei für weitere Partner offen.

Damit geraten die noch verbliebenen Regionalzeitungen wie Die Glocke (Holterdorf) oder das Mindener Tageblatt (J.C.C. Bruns) noch mehr unter Druck.

Neben Aschendorff wird der westfälische Zeitungsmarkt von der Funke-Gruppe und der Ippen-Gruppe dominiert. In Ostwestfalen-Lippe ist die Neue Westfälische die auflagenstärkste Regionalzeitung. Die Neue Westfälischen gehört zu 100 Prozent der SPD-Medienholding (DDVG).

Was die politische Ausrichtung betrifft, werden bis auf die Neue Westfälische alle anderen eher dem konservativen Lager zugerechnet, sofern diese Einteilung in dieser Form noch möglich und sinnvoll ist.

Auf Bundesebene wird die Konzentration von den großen Medienhäusern, wie die Funke-Gruppe oder die Südwestdeutsche Medienholding vorangetrieben (Vgl. dazu: Medienkonzentration.Wenn kleine Verlage nach und nach geschluckt werden). Letztere, zu der u.a. die Süddeutsche Zeitung gehört, ist jedoch alles andere als hoch profitabel (Vgl. dazu: Südwestdeutsche Medienholding – ein Dauersanierungsfall?).

Ob die Meinungsvielfalt durch die Konzentrationsprozesse tatsächlich beeinträchtigt wird, darf mit Blick auf die kontinuierlich sinkenden Auflagenzahlen und das veränderte Mediennutzungsverhalten der Leser zumindest bezweifelt werden. Heutzutage stehen den Lesern im Internet zahlreiche, hin und wieder auch qualitativ hochwertige, Alternativen zur Verfügung. Überdies sollte der Einfluss der neuen Medienkonzerne, wie Facebook oder Google, auf die Meinungsbildung nicht unterschätzt werden. Im Vergleich dazu sind die Funke-Gruppe, Springer, und selbst Bertelsmann, Fliegengewichte.

Weitere Informationen:

Westfälische Drucker, Verleger und Verlage

Zeitungsfusion: Wie billig wird jetzt Bielefeld?

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