Die Banknote der Zukunft muss Eigenintelligenz aufweisen

Von Ralf Keuper

Die Banknote erweist sich als zählebiger als vielen lieb und geheuer ist. Zwar setzen sich bargeldlose Bezahlverfahren weiter durch – für einen Abgesang auf die Banknote sei es jedoch zu früh; so zumindest die Überzeugung von Prof. Volker Lohweg vom Centrum Industrial IT (CIIT) der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe. Dort wird seit zehn Jahren intensiv zu den Möglichkeiten geforscht, um die Banknote intelligenter zu machen (Vgl. dazu: Die Abschaffung von Bargeld ist eine Illusion). Bereits 2018 stellten die Forscher auf der Optical Document Security Conference in San Francisco die intelligente Banknote vor (Vgl. dazu: inIT stellt erstmals intelligente Banknote in San Francisco vor).

Intelligente Banknoten sind in der Lage, Daten zu speichern, ohne die Anonymität der Nutzerinnen und Nutzer zu verletzten, weil sie mit chemischen Speichern ausgerüstet sind. Es handelt sich dabei um einen ganzheitlichen Ansatz für moderne Banknoten der Zukunft, die mit ihrer Umwelt agieren, indem sie als Produkt Informationen an verschiedenen Stellen selbst bekannt geben, sei es am Bankautomat oder Verkaufspunkt. Die Banknote wird quasi mit einem Gedächtnis ausgestattet, in dem gespeichert ist, wo sie das erste Mal ausgegeben wurde oder in welcher Kasse sie sich zuletzt aufgehalten hat. Die Banknoten werden fälschungssicherer, ohne die Privatsphäre der Nutzer zu verletzen.

Ob das ausreicht, um die Banknote vor dem Aussterben zu retten, wird die Zeit zeigen.

Weitere Informationen:

SmartBN

Einmalig: Lemgoer wollen Geldscheine mit Speicherfunktion entwickeln

Intelligent Banknotes in the context of Industry 4.0

Zuerst erschienen auf Bankstil

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Schieferbergbau in Südwestfalen

Der Schieferbergbau in Südwestfalen geht im Sauerland und den angrenzenden Gebieten im Sieger- und Wittgensteiner Land bis in das späte Mittelalter und die frühe Neuzeit zurück. Die Produkte wurden aber wegen der hohen Transportkosten, von Ausnahmen herausragender religiöser und weltlicher Bauten abgesehen, nur in der engeren Umgebung vertrieben. Insbesondere im 19. und 20. Jahrhundert spielte Schiefer infolge wachsender Nachfrage und des Anschlusses der Region an die Eisenbahn eine bedeutende wirtschaftliche Rolle. Die Produkte wurden nun auf dem nationalen und auch dem internationalen Markt abgesetzt. In der Region selbst sorgte die vermehrte Verwendung des Materials dafür, dass Schiefer als ein landschaftsprägender Baustoff gilt. Nach einer Boomphase in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ließ die Bedeutung durch wachsende Konkurrenz anderer Schieferanbieter und anderer Materialien deutlich nach. Nach einem gewissen Aufschwung in der Zeit des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg begann der endgültige Niedergang. Nur wenige Betriebe bestehen bis heute. …

Quelle: Wikipedia

Weitere Informationen:

Schiefer ohne Grenzen

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Do-FOSS – Dortmund braucht Freie Software

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Westfälische Zulieferer reagieren auf die Struktur- und Absatzkrise der Automobilindustrie

Von Ralf Keuper

Die Automobilzulieferindustrie gerät immer mehr in den Sog der Struktur- und Absatzkrise der Automobilkonzerne. Davon betroffen sind natürlich auch die westfälischen Automobilzulieferer, die mit ersten Maßnahmen reagieren, womit vor allem ein Personalabbau gemeint ist.

Hier eine Aufstellung entsprechender Meldungen:

Ob und inwieweit die westfälischen Automobilzulieferer von dem Trend zur Elektromobilität profitieren, bleibt abzuwarten. Vor wenigen Wochen stellte Benteler zusammen mit Sony ein E-Auto vor (Vgl. dazu: Benteler unterstützt Sonys Entwicklung von E-Autos). Bei Aumann, Voltabox, Ladefoxx und Mennekes setzt man ebenfalls auf die Elektromobilität. Seit 2013 ist auch Phoenix Contact in dem Segment mit der Phoenix Contact Mobility GmbH aktiv. Bei Hoppecke und seiner Tochtergesellschaft Intilion wird intensiv zur Batterietechnologie der Zukunft geforscht ebenso wie in Münster, wo demnächst eine Batteriefabrik entsteht.

Weitere Informationen:

STANDORTPERSPEKTIVEN IN DER AUTOMOBILZULIEFERINDUSTRIE

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Einstieg in die Unterwelt – Mittelalterlicher Bergbau bei Brilon

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In der Burggrafschaft Stromberg in Altsachsen liegen die Wurzeln des sächsischen König- und Kaisertums begründet

Im Dreingau in Altsachsen, am Lippeufer in Hirutfeld (Herzfeld), nahe und innerhalb der Grenzen der später gegründeten Burg und Burggrafschaft Stromberg, liegen die Wurzeln des sächsischen König- und Kaisertums begründet. Dieses bedeutsame Faktum, das von den Geschichtsforschern bisher kaum beachtet wurde – ausgenommen bei Hömberg und Leidinger – ist sehr wahrscheinlich als Schlüssel zur richtigen Deutung der Stromberger Geschichte anzusehen.

Am Ende des 8. und Anfang des 9. Jahrhunderts lebten auf dem königlichen Haupthof “regia curtis”, in dem heute Herzfeld gegenüberliegenden Hovestadt, Ida, eine fränkische Grafentochter und Karolinger-Verwandte, und ihr Gemahl Ekbert als Ekbertiner-Begründer. .. Zudem wird Ekbert von Karl dem Großen zum comes und dux (Graf und Herzog) über die Sachsen zwischen Rhein und Weser ernannt. …

Obwohl sich Sachsen in der Hand der Ekbertiner befand, hatte das “regnum Saxonie” keinen Bestand, weil die Söhne Ekberts das väterliche Erbe unter sich teilten. Aus dem Erbteil des jüngeren Bruders Cobbo entstand dagegen der 859 genannte “ducatus Westfalorum”, die Großgrafschaft der Grafen von Westfalen. .. Seit 919 war die Grafschaft reichsunmittelbar, galten die Grafen von Westfalen als Reichsgrafen. Aus dem Erbteil des ältesten Sohnes von Ida und Ekbert, der mit Hovestadt, der Residenz und Herzfeld als Begräbnisstätte der Eltern, die im östlichen Sachsen gelegenen Besitzungen erhielt, erwuchs das Herzogtum der Ludolfinger, dessen erster Inhaber Herzog Luidolf war und von Luidolfs Sohn Agius als “dux orientalim Saxonium” bezeichnet wird.

Herzog Luidolf von Sachsen war Ekbertiner-Nachfolger und Stammvater des sächsischen Königshauses. Aus seinem Geschlecht erwuchsen die späteren Könige und Kaiser aus sächsischem Geblüt.

Quelle: 800 Jahre Wallfahrt und Stromberger Geschichte

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BRABUS – die Edeltuner aus dem Ruhrgebiet

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Strategie für das digitale Nordrhein-Westfalen | 2019 Teilhabe ermöglichen – Chancen eröffnen

Mit technologischen Umbrüchen kennt sich Nordrhein-Westfalen aus. Die Industrialisierung hat keine andere Region in Deutschland so stark verändert wie die an Rhein und Ruhr. Die Entwicklung von einer dörflich-landwirtschaftlichen Struktur hin zu einem Zentrum der Schwerindustrie, zu einem der am dichtesten besiedelten Ballungsräume der Welt, stellte innerhalb eines Jahrhunderts alles auf den Kopf: die Arbeit, das Leben und das Wohnen; die Wirtschaftsform, die Stadtbilder und die Bevölkerungsstruktur. …

Nun erleben wir erneut einen technologischen Umbruch, der zu großen Veränderungen führt. Schon heute, obwohl wir noch am Beginn der neuen Epoche stehen, berührt der digitale Wandel die Menschen überall. Alltagsroutinen ändern sich, bei Einkauf, Mobilität, Freizeitplanung, Kommunikation und Medienkonsum. Neue Geschäftsmodelle entstehen, alte kollabieren. Kein Wirtschaftszweig, der sich nicht anpassen muss, während zugleich mit der Digitalwirtschaft eine in vieler Hinsicht neue Branche entsteht. Berufliche Anforderungen verändern sich rasant. Die neue Arbeitswelt eröffnet dem Einzelnen neue Chancen, birgt aber auch Risiken und verursacht wie jeder Veränderungsprozess Unsicherheiten und Ängste.

Die Entwicklung des digitalen Nordrhein-Westfalen müssen wir aktiv gestalten. Die Digitalisierung in den Dienst der Menschen und der Gesellschaft zu stellen, ist unsere politische Gestaltungsaufgabe schlechthin. Für die Landesregierung steht der Nutzen für die Menschen unseres Landes im Mittelpunkt. Ihre Teilhabe und ihre Chancen sind uns wichtig. Als Grundlage für unser Handeln dient uns die Überzeugung, mit der wir einstehen für freiheitlich-demokratische Werte und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. …

Quelle / Link: Strategie für das digitale Nordrhein-Westfalen | 2019 Teilhabe ermöglichen – Chancen eröffnen

Weitere Informationen:

Blaupause für Berlin? Wie Andreas Pinkwart ein Bundesland digitalisiert

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Turner. Horror and Delight – Ausstellungsfilm

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Das Dirndl: Eine Erfindung zweier Bielefelder

Von Ralf Keuper

Das Dirndl gehört zu Bayern wie Lederhose und Lodenjacke. Dabei ist das Dirndl die Erfindung zweier aus Bielefeld stammender Brüder. Gemeint sind Moritz und Julius Wallach, die im Jahr 1900 in München das Volkskunsthaus Wallach gründeten (Vgl. dazu: Bielefelder machten das Dirndl erst schick). 1911 statteten die Wallachs das Jubiläums-Oktoberfest komplett mit Trachten aus der Zeit um 1811 aus (Vgl. dazu: Julie Wallach). Zum langlebigen Modetrend wurde das Dirndl im Jahr 1930 als Folge der Operette Zum weißen Rössel (Vgl. dazu: Die Lederhosen und Dirndl des Weißen Rössl. Oder: Urbane Dimensionen populärer Vergnügungen in Tracht in Berlin vor 1933). Wegen ihrer jüdischen Herkunft sahen sich die Brüder Wallach 1937 gezwungen, in die USA zu emigrieren.

Im Jahr 2007 widmete sich die Ausstellung Dirndl, Truhen, Edelweiß – die Volkskunst der Brüder Wallach dem Schaffen der Brüder Wallach. Der Radiobeitrag Die Brüder Wallach – Wie das Dirndl in die Stadt kam schildert die  Entstehungsgeschichte des Dirndls und der Volkstracht.

Weitere Informationen:

Das Volkskunsthaus Wallach in München

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