“Im Land der großen Kaffeekannen” von Kerstin Ullrich

Von Ralf Keuper

Der Münsteraner Stadtteil Handorf trägt bei vielen Einheimischen noch heute den Beinamen “Dorf der großen Kaffeekannen”. Um Münster herum hatte sich seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine , wie man heute sagen würde, Szene aus zahlreichen Kaffeehäusern und Ausflugslokalen entwickelt, die auch heute noch das Bild der Region um Münster prägt. Zusammen bilden sie das “Land der großen Kaffeekannen”.

Bilder, Annoncen und Postkarten, der damals angesagten Lokale geben dem Leser einen optischen Eindruck.

Eine Schlüsselstellung hatte die Werse und mir ihr die ersten Rudervereine. Sinnbildlich dafür ist heute die Pleister Mühle, ein nach wie vor beliebtes Ausflugslokal. Wohl nirgendwo sonst in Münster als in der Gegend um Handorf hat sich die Kaffeehauskultur bis heute erhalten:

Unzählige und bis auf wenige Ausnahmen auch heute noch bestehende Kaffeehäuser säumten das Werseufer. Über die Jahre und mit immer weiter zunehmendem Besucherstrom entstanden Kaffeeterassen von wahrhaft enormen Ausmaßen. Fast jedes Haus verlieh auch mehr oder weniger fahrtüchtige Kähne, mit denen die Familie auf der Werse herumrudern konnten. Zwischen 1883 und 1896 waren die Ausflügler für eine Fahrt auf der Werse aber nicht auf ihre Muskelkraft angewiesen. In jenen Jahren verkehrte nämlich, so unglaublich es dem heutigen Zeitgenossen erscheinen mag, zwischen Pleister- und Sudmühle ein kleines Dampfschiff, we…

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2 Antworten zu “Im Land der großen Kaffeekannen” von Kerstin Ullrich

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