Untergegangene Unternehmen aus Westfalen: Die Textilgruppe van Delden

Von Ralf Keuper

In ihren besten Zeiten war die van Delden-Gruppe aus Gronau das größte Textilunternehmen Deutschlands. Als das Unternehmen im Jahr 1975 sein 100jähriges Bestehen feierte, erzielten 7.000 Mitarbeiter einen Umsatz von 670 Millionen DM. Nur wenige Jahre später war die Unternehmensgruppe insolvent.

Im Jahr 1875 gründete Gerrit van Delden die Baumwollspinnerei Gerrit van Delden & Compagnie. Sein Sohn Hendrik wurde 1938 Präsident des Weltbaumwollspinnerverbandes. 

Bereits im Jahr 1978, vier Jahre vor dem endgültigen Zusammenbruch der Unternehmensgruppe, berichtete der SPIEGEL in War nie super von ernsten finanziellen Problemen.

Noch im Jahr 1971 schloss sich die ZEIT in Die unersättlichen Herren von Gronau. Der Aufstieg der Textilfirma Gerrit van Delden im wesentlichen der Auffassung von Hendrik van Delden an, dass die Textilbranche in Deutschland, auch angesichts wachsender Konkurrenz aus den Billiglohnländern im damaligen Ostblock sowie aus Asien, noch lange nicht an ihr Ende gelangt sei.

In dem Beitrag Geschichte des Unternehmens van Delden. Ruinöser Wettbewerb bedeutete das Aus aus dem Jahr 2015 lässt Günter Vaartjes die Geschichte des Hauses van Delden mit ihren Höhen und Tiefen noch einmal Revue passieren. 

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