Elisabeth von der Pfalz – Fürstäbtissin des Reichsstifts Herford und Förderin der Wissenschaft

Von Ralf Keuper

Elisabeth von der Pfalz zählt zu den ungewöhnlichsten Frauen des 17. Jahrhunderts. Das nicht nur wegen ihrer adeligen, königlichen Herkunft, sondern vor allem auch aufgrund ihrer ausgedehnten Korrespondenz mit den führenden Geistern ihrer Zeit, darunter René Descartes und Gottfried Wilhelm Leibniz.

Elisabeth von der Pfalz stand in ihren letzten Lebensjahren mit zwei der bedeutendsten Philosophen dieser Zeit in Verbindung. Mit dem Franzosen Malebranche und dem Deutschen Leibniz pflegte sie einen Briefwechsel. Philosophie und Theologie des Malebranche, der seine Lehre in dem Satz zusammenfaßte “Wir sehen alle Dinge in Gott”, wiesen auf die Mystik, zu der sich Elisabeth hingezogen fühlte. Sie war es, die Leibniz auf die “Christlichen Unterhaltungen” hinwies. Leibniz schrieb daraufhin an Malebranche, er habe sein Buch durch die Gunst der Prinzessin Elisabeth erhalten, einer Prinzessin, die ebenso berühmt sei durch ihre Wissenschaft wie durch ihre Geburt. Sie urteile sehr günstig darüber, wie ja in der Tat sehr viel Geistreiches und Gediegenes darin enthalten sei (Quelle: Internet-Portal “Westfälische Geschichte” Elisabeth von der Pfalz)

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