Untergegangene Unternehmen in Westfalen: Glunz AG

Von Ralf Keuper

Die Glunz AG aus Hamm war zu ihren besten Zeit Europas größter Hersteller von Holzwerkstoffen. Im Jahr 1987 ging das Familienunternehmen an die Börse. Drei Jahre später bezog die Konzernzentrale ihren neuen Sitz im “Glunz-Dorf” am Stadtrand von Hamm.

Etwa zehn Jahre nach dem Börsengang befand sich das Unternehmen in einer existenziellen Krise. Der Vorstand der Glunz AG unter dem Vorsitz von Martin Glunz sah nur die Möglichkeit eines Verkaufs an die spanische Tafisa, um die drohende Insolvenz abzuwenden (Vgl. dazu: Spanische Tafisa übernimmt Glunz). Daraufhin übernahm Tefisa 85 Prozent der Aktien. Die Familie Glunz schied als aus dem Kreis der Aktionäre aus. Im November 1998, nur wenige Monate nach der Übernahme, kam Martin Glunz bei einem Jagdunfall ums Leben. Im Jahr 2001 verließ Glunz das Glunz-Dorf in Richtung Meppen.

Die Glunz AG bestand noch bis zum Jahr 2016.

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