Hermann Wätjen (1876- 1944) – ein Reederssohn als Handels- und Überseehistoriker in der Weltkriegsepoche

Der Historiker Hermann Wätjen zählt nicht zu den Großen seines Faches. Gleichwohl nimmt er sowohl in der deutschen Geschichtswissenschaft während der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts als auch in der Geschichte der historischen Disziplin an der damals stark expandierenden Universität Münster eine seltene Sonderstellung ein. Wätjen – Sprössling einer Reedersfamilie aus Bremen pflegte auch während seiner beiden Jahrzehnte in Münster den Lebensstil des hanseatischen Großbürgers. Seine Arbeiten zur weltweiten Seehandelsgeschichte der Niederländer im 17. und der Hansestädte Bremen und Hamburg im 19. Jahrhundert zwischen napoleonischer Kontinentalsperre und Bismarckscher Reichsgründung erschlossen Neuland wirtschaftsgeschichtlicher Archivforschung. Seine heute immer noch gut lesbaren Veröffentlichungen spiegeln seine Darstellungsgabe, während sich Fragestellungen und Methoden wirtschaftsgeschichtlicher Forschung zwischenzeitlich erheblich gewandelt haben. …

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