Westfälische Industriegeschichte: Funcke & Hueck

Von Ralf Keuper

Die Schraubenfabrik Funcke & Hueck in Hagen zählte in ihren besten Tagen, im Jahr 1913, bis zu 1.500 Mitarbeiter. Sie existierte von 1844 bis in die 1990er Jahre.

Im Jahr 1860 wurde eine Gesenkschmiede mit dem ersten Riemenfallhammer Deutschlands angegliedert. Gründer des Unternehmens waren Bernhard Wilhelm Funcke und dessen Neffe Friedrich Hueck. Im Jahr 1855 wurde eine Betriebskrankenkasse und 1869 eine Arbeitersparkasse gegründet. Damit war das Unternehmen seiner Zeit weit voraus.

1970 wurde Funcke & Hueck von dem Neusser Schraubenhersteller Bauer & Schauerte übernommen. Im Zuge der Insolvenz von Bauer & Schauerte wurde das Werk in den 1990er Jahren stillgelegt.

Das Fabrikgebäude, im Stil des Historismus errichtet, gewährt, wie in Plötzlich freier Blick auf die Keimzelle einer großen Zeit zu lesen ist, einen Blick auf die Zeit, als Hagen sich von einer Kleinstadt zu einer der größten Industriestädte Westfalens entwickelte. Der Gebäudekomplex steht mittlerweile unter Denkmalschutz.

Dieser Beitrag wurde unter Geschichte, Regionen und Städte, Wirtschaft abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.