Die nie vollendete Autobahnverbindung zwischen Münster und Bielefeld

Von Ralf Keuper

Die Verbindung zwischen den Oberzentren Münster und Bielefeld ist im wahrsten Sinne des Wortes ausbaufähig. In den 1970er Jahren war man dem Ziel einer Verbindung mittels Autobahn bereits recht nahe. Die Bundesautobahn 43 sollte von Münster bis Rheda-Wiedenbrück ausgebaut werden.

Mitte der 1970er Jahre wurde diese Planung durch das Erste Gesetz vom 5. August 1976 zur Änderung des Gesetzes über den Ausbau der Bundesfernstraßen in den Jahren 1971 bis 1985 (BGBl. 1976, Teil I, S. 2093) geändert. Der mit Wirkung ab 1. Januar 1975 als A 43 gewidmete Streckenzug sollte nunmehr bei Hiltrup südlich von Münster von der B 51-Trasse abzweigen und südlich Wolbeck, Alverskirchen, Freckenhorst, nördlich Westkirchen, Lette, Clarholz, Herzebrock an die A 47 nördlich Rheda-Wiedenbrück anschließen. 

Durch die direkte Verbindung mit der nie vollendeten A47 in Rheda-Wiedenbrück wären Münster und Bielefeld näher aneinander gerückt.

Bundesautobahn 47 (Abkürzung: BAB 47) –Kurzform: Autobahn 47 (Abkürzung: A 47) – war die mit Wirkung ab 1. Januar 1975 eingeführte Bezeichnung einer geplanten regionalen Schnellstraßenverbindung, die von Bielefeld (A 35) über Gütersloh, Rheda-Wiedenbrück (A 2), Lippstadt zur Anschlussstelle Erwitte/Anröchte (A 44) verlaufen sollte. In der zweiten Hälfte der 1970er Jahre war zudem die Fortführung der A 47 bis nach Herford mit Anschluss an die B 239 vorgesehen.

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