Kreise Gütersloh, Steinfurt und Paderborn – heimliche Spitzenreiter bei der Einwohnerentwicklung in Westfalen

Von Ralf Keuper

Nur wenige Landkreise und Städte in Westfalen können auf eine ähnlich dynamische Entwicklung bei den Einwohnerzahlen verweisen wie die Landkreise Gütersloh, Steinfurt und Paderborn. Noch im Jahr 1987 zählte der Kreis Gütersloh 288.000 Einwohner. Im Jahr 2016 waren es bereits 362.000 (Vgl. dazu: Kreis Gütersloh). In absoluten Zahlen ist das eine Zunahme von 74.000 Einwohnern, was ca. 25 % Zuwachs entspricht.

Im Kreis Paderborn hat sich die Bevölkerungszahl von 1985 bis 2015 sogar um 32 Prozent erhöht (Vgl. dazu: Kreis Paderborn). Auf 27% Steigerung kommt der Kreis Steinfurt.

Zum Vergleich: In Münster, in Berichten häufig als “Wachstumschampion” bezeichnet, stieg die Zahl von 1987 bis 2016 von 246.000 auf 311.000, was einem Zuwachs von 65.000 Einwohnern bzw. 26% entspricht (Vgl. dazu: Einwohnerentwicklung Münsters).

Der Kreis Borken legte um 20 % zu, der Kreis Warendorf im selben Zeitraum (1985-2015) um immerhin 14,6 %. Im Kreis Minden-Lübbecke waren es 12%, im Kreis Coesfeld ca. 16%. Weitgehend konstant war die Entwicklung im Märkischen Kreis.

Der Landkreis mit den meisten Einwohnern Westfalens, der Kreis Recklinghausen, hat von 1980 bis 2015 kaum Einwohner verloren, aber auch nicht hinzugewonnen. Ähnlich verhält es sich im Kreis Siegen-Wittgenstein.

Spitzenreiter beim Einwohnerrückgang in Westfalen ist die Stadt Herne. Von 1985 bis 2015 sank die Zahl der Einwohner von 172.000 auf 156.000 und damit um ca. 10 Prozent. Besonders dramatisch verlief die Entwicklung über einen längeren Zeitraum betrachtet in Gelsenkirchen. Hier sank Einwohnerzahl von 389.000 im Jahr 1959 auf 260.000 im Jahr 2017.

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