Westfälische Sinologen, Japanologen und Orientalisten

Von Ralf Keuper

Die Faszination, die Asien auf Europäer ausübt, ist bis heute ungebrochen. Als der wohl erste Westfale “erlag” Engelbert Kaempfer dem Reiz der asiatischen Länder. Seine History of Japan beeinflusste die Wissenschaft noch Jahrzehnte nach seinem Tod. Auch heute noch berufen sich viele Forscher auf seine Schriften.

Sein Forscherdrang führte Hermann Ulphilas u.a. bis nach Guinea und Indonesien, wo er sich vor allem mit der dortigen Pflanzenwelt beschäftigte.

Helmut Martin war der wohl bedeutendste deutsche Sinologe der Nachkriegszeit. Er lehrte bis zu seinem Tod an der Ruhr-Universität Bochum. Ihm verdankt die Universität das Richard-Wilhelm-Übersetzungszentrum. Namensgeber ist der berühmte Sinologe Richard Wilhelm. Einen lesenswerten Nachruf auf Martin verfasste DER SPIEGEL.

Ebenfalls in Bochum lehrt Heiner Roetz, der sich immer wieder zur aktuellen Politik in der VR China äußert. Kürzlich erschien anlässlich seines 65. Geburtstages eine Festschrift, die seine herausragenden Verdienste um die Sinologie hervorhebt.

Die Westfälische-Wilhelms-Universität Münster verfügt über ein Institut für Sinologie und Ostasienkunde. Dort kann man auch Sinologie studieren, wie der Film  Sinologie an WWU Münster zeigt.
Tilemann Grimm wurde vor allem als ausgewiesener Experte des Maoismus bekannt.

Der Technik und der “materiellen Kultur” Chinas geht Mareile Flitsch in ihren Forschungen nach.

Von 1895 bis 1900 hatte Robert Löbbecke als Militärberater die Gelegenheit, China näher kennen zu lernen. Seine Eindrücke hielt er in zahlreichen Briefen und Fotographien fest. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe veröffentlichte die Dokumente in dem Buch Ein Westfale in China.

Ebenfalls in Bochum lehrte der Japanologe Horst Hammitzsch. Die Ruhr-Universität Bochum gilt darüber hinaus auch als führend in der Koreanistik. Ebenso verfügt die Ruhr-Universität über ein Seminar für Orientalistik und Islamwissenschaften.

Ein weiterer berühmter Japanologe war Helmut Brinker.

Hugo Makibi Enomiya-Lassalle war ein bedeutender ZEN-Lehrer und Kenner japanischen Kultur. Er verbrachte die meiste Zeit seines Lebens in Japan.

Anton Deimel gilt als einer der Begründer der Sumerologie. Heinrich Adolph Grimm war im ausgehenden 18. und beginnenden 19. Jahrhundert u.a. Professor für Orientalistik an der damaligen Universität Duisburg.

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