Bruno Steinhoff: Ernstzunehmender Rivale von Ikea

Von Ralf Keuper

Im Jahr 1964 gründete Bruno Steinhoff im niedersächsischen Westerstede die Bruno Steinhoff Möbelvertretungen und -vertrieb. Steinhoff wurde 1937 in Herzebrock (heute Kreis Gütersloh) geboren und wuchs in Oelde-Sünninghausen (heute Kreis Warendorf) auf. Seine Ausbildung zum Industriekaufmann absolvierte Steinhoff bei Profilia in Ennigerloh. Im Jahr 2012 portraitierte top agrar in Der Möbelmacher den Bauernsohn Bruno Steinhoff. Seine Eltern gingen in den 1950er Jahren nicht davon aus, dass Steinhoff ein geeigneter Hoferbe sei. Nach eigener Aussage wäre Steinoff gerne Landwirt geworden. Groß wurde Steinhoff mit dem Import von Möbeln aus dem damaligen Ostblock.

Über die Jahrzehnte hat sich die Steinhoff-Gruppe zu einer beachtlichen Größe entwickelt: Sie ist heute mit ca. 130.000 Mitarbeitern und 13 Mrd. Euro Jahresumsatz nach Ikea die größte Möbelhandelskette Europas. Der Sitz der Unternehmensgruppe Steinhoff International Holdings ist in Amsterdam. Das operative Geschäft wird von Sandton in Südafrika aus geführt. Die Aktien des Unternehmens werden an der Börse in Johannesburg gehandelt.

Für die Wirtschaftswoche ist Steinhoff ein ernstzunehmender Rivale von Ikea (Vgl. dazu: Möbelhändler Steinhoff. Dieser Unternehmer jagt Ikea).

Allerdings führt die rasante Expansion der letzten Jahre anscheinend zu Problemen. Das Manager Magazin berichtet in Einstürzende Neubauten von dubiosen Geschäften mit existenzgefährdender Wirkung für das Möbel-Imperium. Gegen Manager des Unternehmens wird wegen des Verdachts auf Bilanzfälschung ermittelt (Vgl. dazu: Gegen Möbelkonzern Steinhoff wird ermittelt).

Weitere Informationen / Update:

Bilanzskandal bei Steinhoff. Aufstieg und Fall eines Möbelimperiums

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