Die Geschichte des Speditionswesens in Versmold

Von Ralf Keuper

Die Stadt Versmold im Kreis Gütersloh ist vor allem wegen ihrer Fleischindustrie überregional bekannt. Hin und wieder wird die Stadt auch als “Fettfleck Westfalens” tituliert, wie in einem Beitrag von Deutschland Radio Kultur.

Daneben ist Versmold eine Geburtsstätte des westfälischen Speditionswesens. Dazu trug neben der bereits erwähnten Fleisch- auch die Textilindustrie bei. Im 18. Jahrhundert betrieb die Familie Delius, die heute noch in Bielefeld tätig ist, von Versmold aus über ihre Kontore in Hamburg, Bremen, Amsterdam und Russland einen schwunghaften Textilhandel weit über die Grenzen Westfalens hinaus. Als eine Art Werbegeschenk legten die Textilhändler ihren Leinenwaren Speck, Schinken und Rohwurst bei. In dem bereits erwähnten Beitrag von Deutschland Radio Kultur heisst es dazu:

Auf diese Weise wurden westfälische Wurstwaren in ganz Europa schon im 18. und 19. Jahrhundert zu einer Marke.

Mit der Zeit begann sich das Speditionswesen langsam von der Wurst und den Fleischwaren zu emanzipieren und erst eigentlich selbständig zu werden.

In seinem Beitrag Frachtraum für Produzenten. Das Speditionsgewerbe in der Stadt Versmold, erschienen im Heimatjahrbuch des Kreises Gütersloh 1988<…

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