Geschichte der Luftfahrt im Ruhrgebiet

Von Ralf Keuper

Das Ruhrgebiet spielt in der Geschichte der deutschen Luftfahrt eine entscheidende Rolle. Der älteste Flugplatz des Ruhrgebiets und der drittälteste in Deutschland war der Flugplatz Holten in der Nähe von Oberhausen:

Auf dem Flugplatz Holten machten viele Flugpioniere aus der Region auf dem Terrain ihre ersten Flugversuche. Das Markenzeichen des Platzes war der 8,9 Meter hohe „Holtener Abflugturm“ bzw. die „Holtener Startrampe“, welche über eigens hierzu ausgegebene Zwanzig-Mark-Aktien finanziert wurde.[6] Die am 23. Mai 1910 eingeweihte, 20 Meter lange Rampe konnte bei Bedarf auf einer ringförmigen Zementbahn in den Wind gedreht werden, um optimale Startbedingungen zu erreichen. Ein bekannter Gleitflieger über dem Holtener Bruch war der Sterkrader Fördermaschinist Bergmann. Auf dem ersten Flugtag 1911 stellte der Flieger Bruno Werntgenbei einem Stundenflug über Holten mit 80 Metern einen Höhenrekord auf (Quelle Wikipedia)

Weitere wichtige Flugplätze aus der Anfangszeit der Fliegerei im Ruhrgebiet waren der Flugplatz Essen-Gelsenkirchen-Rotthausen und der Flughafen Dortmund.

Über den Flugplatz Essen-Gelsenkirchen-Rotthausen heisst es bei Wikipedia:

Unter großer Anteilnahme der Öffentlichkeit am 25. Mai 1912 auf Pachtland des alten Gutes Nienhausen eröffnet, entwickelte sich dieser Flugplatz zu einem Schwerpunkt der frühen Luftfahrtentwicklung im Ruhrgebiet. Zahlreiche Flugveranstaltungen, unterstützt durch die Industrie und Wirtschaft, verhalfen diesem Flugplatz zur damaligen Berühmtheit. Es befanden sich drei Flugschulen auf dem Terrain. Dazu kamen die ebenfalls 1912 gegründeten Kondor-Flugzeugwerke, welche neben einigen Eigenkonstruktionen während des Ersten Weltkrieges auch Militärflugzeuge in Lizenz fertigten.

Am 16 April 1926 wird die Flughafen Dortmund GmbH gegründet. Schnell entwickelte sich Dortmund zum wichtigsten Luftverkehrsknotenpunkt im Westen Deutschlands:

Als Grundkapital dienen 835.000 Reichsmark. Gesellschafter sind: Deutsches Reich, Preußischer Staat, Provinzialverband Westfalen, Stadt- und Landkreis Dortmund, Industrie- und Handelskammer sowie einige Firmen. Nach dem Zusammenschluss von Aero Lloyd und Junkers Luftverkehrs AG im Januar 1926 zur Deutschen Lufthansa AG starten und landen täglich zwölf Maschinen der jungen, aufstrebenden Gesellschaft in der Westfalenmetropole. Dortmund etabliert sich im innerdeutschen Luftverkehr neben Köln. Es gehen mehr Linienflüge über Dortmund als über Düsseldorf und Essen (Quelle: Eine Reise durch die Geschichte des Flughafens Dortmund)

Ein Jahr früher wurde in Essen die Luftverkehrsgesellschaft Ruhrgebiet A.G. (LURAG) gegründet, die später Teil der Deutschen Luft Hansa wurde.

Weitere Informationen:

Westfälische Flugpioniere

Alfred Colsman – Pionier der deutschen Luftfahrt

Zur Wirtschafts- und Kulturgeschichte des westfälischen Luftverkehrs – Festschrift 75 Jahre Flughafen Dortmund GmbH

Geschichte der Luftfahrt im Ruhrgebiet

90 Jahre Flughafen in Dortmund

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