Westfälische Astronomen

Von Ralf Keuper

Westfalen haben der Astronomie einige wichtige Impulse gegeben. Der bekannteste dürfte Friedrich-Wilhelm Bessel sein, dessen größter astronomischer Erfolg die erste erfolgreiche Parallelaxenmessung zur Entfernungsmessung eines Fixsterns war. Nach ihm wurden die Besselschen Elemente, ein Mondkrater und ein Asteroid benannt. Nicht so bekannt, aber für seine Zeit vielseitig begabt, war David Gans, der persönlich Tycho Brahe und Johannes Kepler begegnet ist und in regem Austausch mit ihnen stand. Ebenfalls in Korrespondenz mit Tycho Brahe sowie mit Jost Bürgi stand Simon VI. zur Lippe.

Walter Baade gilt als einer der bedeutendsten Astrophysiker des 20. Jahrhunderts. Friedrich Simon Archenhold ist der Gründer der ersten deutschen Volkssternwarte, der „Archenhold-Sternwarte“. Wegen seiner Verdienste um die Astronomie wurde Eduard Heis u.a. in die Royal Astronomical Society in London aufgenommen. Nicht nur – aber auch – als Entdecker des Kometen C/1840 U1 hat Carl Bremiker ein Stück Astronomie-Geschichte geschrieben. Nach ihrem Entdecker Heinrich Kreutz wurde die Kreutz-Gruppe benannt.

Mit mehreren (internationalen) Preisen für seine Forschungen ausgezeichnet wurde Ludwig Biermann. Ihm zu Ehren wurde der Ludwig-Biermann-Förderpreis ins Leben gerufen.

Ein herausragender Weltraumwissenschaftler war Frank Stadermann, der zuletzt an der Washington University in den USA lehrte.

Neben David Gans ragen aus der Zeit des Mittelalters noch Tilemann Stella und Caspar Vopelius hervor.

In den letzten Jahren machten die Astrophysiker der Ruhr-Universität Bochum mit ihren Forschungen über Quasare international auf sich aufmerksam. Die Uni verfügt in Chile über die einzige Sternwarte der Welt, die mit regenerativer Energie betrieben wird.

In Recklinghausen steht die Westfälische Volkssternwarte. Beliebt sind auch die Planetarien in Münster und Bochum. Weitere Volkssternwarten in Westfalen gibt es in Paderborn, Hagen, Ennepetal, Herne und Dortmund.

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