Konsolidierung der westfälischen Fleischindustrie schreitet voran

Von Ralf Keuper

Die Fleischindustrie befindet sich seit Jahren in einem Konsolidierungsprozess, dem schon einige Wurstproduzenten zum Opfer gefallen sind, wie Marten in Gütersloh (Vgl. dazu: Produktion bei Marten vor dem Aus). Käufer war in diesem Fall die zum Tönnies-Konzern im benachbarten Rheda-Wiedenbrück gehörende Zur Mühlen- Gruppe, die zuvor schon Nölke (Versmold) übernommen hatte. Die Branche steht wegen des hierzulande nachlassenden Fleischkonsums unter erheblichem Druck (Vgl. dazu: Die Deutschen und das Fleisch). Scheinbar sind nur noch große Einheiten, die entsprechende Skaleneffekte erreichen, konkurrenzfähig (Vgl. dazu: Nach Nölke, Marten, Astro und Weimarer wird Dölling umstrukturiertTönnies unter Druck).

Besonders spürbar ist diese Entwicklung in Versmold, dem “Fettfleck Westfalens” oder auch der “Wursthauptstadt Deutschlands“. In der Stadt residieren die Hersteller Wiltmann, Reinert und Nölke. Die Stockmeyer-Gruppe zog es vor Jahren ins benachbarte Sassenberg-Füchtorf. Gewohnt theatralisch bezeichnet der SPIEGEL diesen Wandel als Götterdämmerung im Wurstland

Vor wenigen Wochen gaben Reinert und Kemper ihren Zusammenschluss bekannt. Das neue Unternehmen trägt den Namen “The Family Butchers”. Jede zehnte Stelle bei Reinert wird dabei gestrichen (Vgl. dazu: 

Dieser Beitrag wurde unter Wirtschaft veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.