Das Atelier für künstlerisches und wissenschaftliches Zeichnen der Uni Münster

Veröffentlicht unter Kunst, Wissenschaft | Hinterlasse einen Kommentar

Westfalen News #50

Von Ralf Keuper

Nachfolgend eine Aufstellung einiger Beiträge aus und über Westfalen, die mir in letzter Zeit aufgefallen sind:

Veröffentlicht unter Westfalen News | Hinterlasse einen Kommentar

“Die lippische Rose” von Hertha Koenig

In diesem Roman lässt Hertha Koenig ein Stück westfälischer Geschichte aus dem frühen 18. Jahrhundert in schillernden Farben wieder aufleben. Durch die Fülle authentischer Details wird ihre Schilderung der Ereignisse in der freiweltlichen Abtei in Herford und am Fürstenhof in Detmold zu einem einprägsamen Bild der Gesellschaft von 1715 bis 1729. Mit poetischen Worten, in denen sie die Sprache der Zeit nachempfindet, entfaltet sie behutsam eine Geschichte über wahre Gefühle und die Schönheit des Ländchens Westfalen.
Hertha Koenig war Anfang siebzig, als sie „Die lippische Rose“ schrieb. Trotz der Zweifel und Anfechtungen, mit denen sie ihr Leben lang zu kämpfen hatte, rang sie bis ins hohe Alter um Sprache. Schreiben war ihre Leidenschaft – eine gelebte Leidenschaft, fast bis zuletzt. Geschrieben in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts, erscheint »Die lippische Rose« aus dem Nachlass der Autorin.

Quelle: Die Lippische Rose

Weitere Informationen:

Leseprobe

Besprechung: Pendragon startet Taschenbuch-Werkausgabe der westfälischen Dichterin Hertha Koenig

Veröffentlicht unter Kunst, Westfalen in Schilderungen | Hinterlasse einen Kommentar

Die Drüggelter Kapelle – ein kunsthistorisches Kleinod

Von Ralf Keuper

Die Drüggelter Kapelle in der Gemeinde Möhnesee gibt der Forschung noch immer Rätsel auf. Lange Zeit war man der Ansicht, die Kapelle sei eine Gründung der Katharer gewesen (Vgl. dazu: Die Drüggelter Kapelle. Keine Katharerkapelle)& Katharer, Templer und der heilige Gral / Legenden über die Katharer / Die Drüggelter Kapelle). Andere wiederum halten sie für ein heidnisches Bauwerk (Vgl. dazu: Offenbarungen der Drüggelter Kapelle). Ältere Theorien deuteten die Kapelle als Taufkapelle oder als Nachbildung des Heiligen Grabes. Ein neuer Ansatz interpretiert die Kapelle als geomantisches und radiästhetisches Kleinod in Westfalen. Ebenso wurde das Interesse der Astronomen geweckt (Vgl. dazu: Archäoastronomische, topographische und geometrische Untersuchung der Drüggelter Kapelle in Möhnesee-Delecke / Westfalen).

Heute wird die Kapelle für Konzerte genutzt (Vgl. dazu: Drüggelter Kunst-Stückchen mit tollem Programm).

Weitere Informationen:

Im Zwölfsäulenkreis: Die Drüggelter Kapelle

Die Drüggelter Kapelle – Neues von einem uralten Bau

Veröffentlicht unter Geschichte, Kultur, Kunst, Regionen und Städte | Verschlagwortet mit | Hinterlasse einen Kommentar

Wilhelm Morgner

Veröffentlicht unter Kunst, Persönlichkeiten aus Westfalen | Hinterlasse einen Kommentar

Wiener Perspektiven für die westfälische Landesgeschichte

Auszug:

Für Minden reicht die lehnsherrliche Überlieferung ins Jahrhundert vor dem Anfall an Kurbrandenburg zurück und umfasst den Zeitraum von 1557 bis 1639. Viele Probleme, die den Reichshofrat in den weltlichen Fürstentümern beschäftigten, waren in den geistlichen Territorien gegenstandslos, wie beispielsweise Erbverbrüderungen und Anwartschaften. Gleichwohl enthalten die Reichshofratsakten auch für die Bistümer oft wesentlich mehr als bloß die Gesuche der Bischöfe um Verleihung der weltlichen Regalien und die Konzepte der nach vollzogenem Belehnungsakt ausgefertigten Lehnsbriefe. So ist es auch in Minden. Die Mindener Akte dokumentiert nämlich nichts Geringeres als eines der großen Themen deutscher Geschichte am Vorabend des Dreißigjährigen Krieges, nämlich die Frage, wie der Kaiser als Oberlehnsherr mit den protestantischen Stiftsadministratoren umgehen solle. Wie Eike Wolgast gezeigt hat, gingen die Kaiser zwar nicht dazu über, Belehnungsgesuche offen zu verweigern. Gleichwohl schwächte der ausbleibende Vollzug der Investitur die Herrschaftslegitimation der Administratoren empfindlich und stellte darüber hinaus die Wahrnehmung von Sitz und Stimme im Reichsfürstenrat in Frage. Dass die Kaiser ihr oberlehnsherrliches Amt bei aller reichspolitisch gebotenen Rücksichtnahme als Hebel für eine Rekatholisierung Mindens einzusetzen gedachten, wird bei Durchsicht der Lehnsakte rasch deutlich. …

Neuere Studien betonen die regionalistische Grundstruktur Brandenburg-Preußens, die im Osten wie im Westen über Jahrhunderte hinweg wirksam blieb. Diese überfällige Neuausrichtung der Preußenforschung steckt freilich in vielen Bereichen noch in den Kinderschuhen und droht zudem durch eine stark auf Berlin und Potsdam fixierte Jubiläums- und Eventkultur konterkariert zu werden. Die Existenz des Preußenmuseums Nordrhein-Westfalen und einer in der westfälischen bzw. rheinischen Landesgeschichte fest verankerten Preußenforschung ist also notwendiger denn je, sofern eine ahistorische „Brandenburgisierung“der preußischen Geschichte vermieden werden soll. …

Im Reichshofratsbestand stößt man auf Tausende bislang unerforschter Akten, die sich auf das Land zwischen Rhein und Weser beziehen. Das 1648 säkularisierte Hochstift Minden ist als Fallbeispiel besonders gut dazu geeignet, zu verdeutlichen, dass dieser Befund sowohl für die geistlichen wie auch für die weltlichen Territorien der Frühen Neuzeit gilt. Neben den kleineren weltlichen Herrschaftsgebieten sind, soviel lässt sich bereits heute sagen, besonders die Bistümer in der Wiener Überlieferung gut dokumentiert. Für die Geschichte der geistlichen Territorien im Nordwesten des Reiches, deren Erforschung sich unter anderem der landesgeschichtliche Lehrstuhl der Universität Paderborn auf die Fahnen geschrieben hat, bilden die Akten des Reichshofrats deshalb eine Quelle von kaum zu überschätzender Bedeutung.

Quelle: Wiener Perspektiven für die westfälische Landesgeschichte Quellen zur Geschichte von Hochstift und Fürstentum Minden aus den Akten des kaiserlichen Reichshofrats

Veröffentlicht unter Geschichte | Hinterlasse einen Kommentar

Mein Verein: Borussia Dortmund – Echte Liebe? | WDR

Veröffentlicht unter Sport | Verschlagwortet mit | Hinterlasse einen Kommentar

Schüco Technologiezentrum: Entwickeln. Prüfen. Zukunft schaffen

Veröffentlicht unter Technologie, Wirtschaft | Hinterlasse einen Kommentar

,herescephe’ – Zur Frage der sächsischen Stammesprovinzen

Zu den Bewidmungen, mit denen Heinrich IV. den Erzbischof Adalbert von Bremen bedachte, gehört auch die Verleihung eines Forstes in pago Engereherescephe positum im Jahre 10651. In dieser Form gibt die einzige Überlieferung des Diploms, eine Abschrift des 14. Jahrhunderts im Bremer Kopiar, die Lagebezeichnung der Urkunde wieder. Der Herausgeber der Urkunden Heinrichs IV., Dietrich von GIadiß , hat angenommen, es läge eine Verstellung der Namen bzw. Worte durch den Abschreiber vor; das Wortgebilde Engereherescephe sei in zwei selbständige Worte, Engere und Herescephe, zu zerlegen. Nur Engere faßt er als Bezeichnung des Gaus, also als zu pagus gehörig auf; in Herescephe sieht er dagegen den Namen des geschenkten Forstes, der richtigerweise nicht vor, sondern hinter positum hätte zu stehen kommen müssen von Gladiß hat sich damit einer schon von May geäußerten Auffassung der Stelle angeschlossen. …

Die Frage nach der sachlichen Bedeutung des Wertes ist, wie auch für L a p p e n b erg, gleichbedeutend mit der Frage, ob herescephe eigenen Gau oder eine Stammesprovinz meint. Daß es unter dem Namen Engern beides gegeben habe, ist bis heutigentags von der Mehrzahl der Forscher angenommen worden. Wie schon zu Lappenbergs Zeit setzt man den Gau Engern (= Angeren) allgemein in einem Gebiet um die mittlere Ruhr und die Möhne und längs des östlichen Hellwegs an. …

Nicht weniger allgemein wird er nicht zur Stammesprovinz der Engem, sondern zu der der Westfalen gerechnet. Vor dieselbe Entscheidung sieht man sich auch bezüglich der Westfalo heriscefse gestellt. Schon seit langem hat sich, ungeachtet schon früh erhobenen Widerspruchs, die Ansicht festgesetzt, es habe auch ein besonderer Gau Westfalen bestanden, der etwa das Land um den westlichen Hellweg, zwischen Lippe und Ruhr, umfaßte. Zumindest seit der Ottonenzeit seien so wie Gau und Provinz Engem auch Gau und Provinz Westfalen auseinanderzuhalten.

Quelle: ,herescephe’ Zur Frage der sächsischen Stammesprovinzen 

Weitere Informationen:

Warum verschwand Engern?

Veröffentlicht unter Geschichte | Verschlagwortet mit | Hinterlasse einen Kommentar

Geschichte deutscher Regionen: Lippe 1866 bis 1947

Veröffentlicht unter Geschichte | Verschlagwortet mit | Hinterlasse einen Kommentar