Westfälische Heimat- und Mundartdichter

Von Ralf Keuper

Die westfälische Heimat- und Mundartdichtung hat im heutigen Literaturbetrieb keinen leichten Stand. Schnell, und nicht immer unberechtigt wie der Fall Karl Wagenfeld zeigt, kommt der Vorwurf der Heimattümelei und der Verbreitung völkischen Gedankenguts. (Vgl. dazu: Plattdeutsche Kriegsdichtung aus Westfalen 1914-1918 und Der völkische Flügel der sauerländischen Heimatbewegung von Peter Bürger) Auch wirkt die plattdeutsche Sprache auf viele Leser fremd. Allerdings beginnt sich das langsam zu ändern, wie das wachsende Interesse am Plattdeutsch beweist.

Nicht jeder westfälische Heimatdichter hat in der plattdeutschen Sprache geschrieben. So verfasste Friedrich Wilhelm Weber sein Buch “Dreizehnlinden” ebenso in Hochdeutsch wie Levin Schücking und Annette von Droste-Hülshoff ihre Heimatbeschreibungen.

Werke wie “Suerländskes Platt” und “Memoiren eines Dorfjungen” begründen den Ruf von Friedrich Wilhelm Grimme als Dichter des Sauerlandes. Sein Gegenüber auf münsterländer Seite war Augustin Wibbelt. Eines seiner bekanntesten Gedichte und in einer Tonaufnahme von ihm selbst vorgetragen ist Dat Pöggsken.

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