Buchkultur im geistlichen Beziehungsnetz: Das Helmarshausener Skriptorium im Hochmittelalter

Gemeinsam mit den Goldschmiedearbeiten des Roger steht die Helmarshausener Buchkunst für die ungewöhnliche Leistungsfähigkeit der Klosterwerkstätten während des 12. Jahrhunderts. Dort entstanden Ausnahmewerke wie das Evangeliar Heinrichs des Löwen, dessen Programmstrukturen und berühmten Darstellungen des Stifterpaares, Herzog Heinrich des Löwen mit seiner Frau Mathilde, in diesem Band eigene Beiträge gewidmet sind. Die Werke der Goldschmiede- und Bronzekunst, die im ersten Drittel des 12. Jahrhunderts aus der Werkstatt Rogers hervorgingen oder mit ihr zusammenhängen, sind zumeist mit Orten und kirchlichen Institutionen verbunden, die in enger Beziehung zum Kloster Helmarshausen standen. An den Bistumssitzen Paderborn, Minden und Hildesheim sowie dem Stift Fritzlar konnten diese Inkunabeln des romanischen Stils ihre Wirkung entfalten. Auch ein Großteil der heute noch fassbaren Buchproduktion des Klosters scheint im Austausch mit Institutionen entstanden zu sein, die ein „geistliches Beziehungsnetz“, so ein Begriff von Wenz-Haubfleisch, mit Helmarshausen verband.

Quelle / Link: Buchkultur im geistlichen Beziehungsnetz: Das Helmarshausener Skriptorium im Hochmittelalter

Dieser Beitrag wurde unter Geschichte, Kultur, Kunst veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar