Franz Boas – Aus Minden stammender Begründer der modernen Anthropologie

Von Ralf Keuper

Der 1858 im Minden geborene und dort aufgewachsene Franz Boas ist einer der Väter der modernen Anthropologie. Berühmt wurde er u.a. mit seiner Theorie des Kulturrelativismus, wonach alle Kulturen gleichwertig sind. Boas war ein früher und entschiedener Gegner des Rassismus. Zu seinen Schülern und Schülerinnen gehörten u.a. Alfred KroeberRuth Benedict und Margaret Meade. Von Boas stark beeinflusst wurde Claude Lévi-Strauss. Lévi-Strauss war auch anwesend, als Franz Boas auf einer Veranstaltung im Jahr 1942 in New York tot zusammenbrach.

Der Film The Shackles of Tradition zeigt den Forscher Franz Boas.

Die kanadische Musikgruppe Famous Dead Germans widmete Franz Boas ein eigenes Lied:

Die Stadt Minden betreut die Seite Das Boas-Projekt.

Einer seiner Schüler, genau gesagt von Ruth Benedict, war der Sozialanthropologe Sydney Mintz, dessen bekanntestes Werk Die süße Macht. Kulturgeschichte des Zuckers ist. Im Jahr 2012 erhielt er den Franz Boas Award der American Anthropological Association.

Weitere Informationen:

Kulturrelativismus und Antirassismus. Der Anthropologe Franz Boas (1858-1942)

Franz Boas kunstgeschichtliches Hauptwerk nach 85 Jahren ins Persische übertragen

Festrede aus Anlass des 150. Geburtstags von Franz Boas

Franz Boas und die deutschen Biowissenschaften zur Zeit des Nationalsozialismus. Kulturrelativismus, Antirassismus, Anthropobiologie

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