Naturbausteine historischer Bauwerke des Münsterlandes und seiner angrenzenden Gebiete

Historische Bauwerke und Denkmale aus Naturbausteinen sind ein wesentlicher Teil unseres kulturellen Erbes. Verfügbarkeit und Eigenschaften der Naturbausteine hatten einen unmittelbaren Einfluss auf die architektonische und künstlerische Gestaltung von Bauwerken. Naturbausteine historischer Gebäude prägen noch heute Stadtbilder und Landschaftsteile des Münsterlandes und seiner angrenzenden Gebiete. Mit dem Beginn der Christianisierung im 9. Jahrhundert setzte sich hier zuerst für Kirchen und Klöster und wenig später für profane Herrschaftsbauten immer mehr der Bau aus Bruch- und Naturwerksteinen durch (LOBBEDEY 1999: 498). Damit begann im Münsterland und seinen Nachbargebieten eine bis in die 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts reichende Epoche, in der Natursteine als Werk- oder Bruchsteine zu den bevorzugten Baumaterialien kirchlicher, herrschaftlicher und auch bürgerlicher Bauten gehörten. Ziegelsteine wurden im Münsterland erst ab Ende des 15. Jahrhundert für sakrale und profane Bauten gebrannt und oft in Kombination mit Quadern aus Unterkreidesandsteinen oder Baumberger Sandstein als Zierelemente vermauert (BEYER 1975: 62). Die Ausnahmen sind zwei romanischen Bauten im östlichen Münsterland, die ehemalige Zisterzienserkirche St. Maria in Marienfeld und die Ostwand des Kapellenturms von Schloss Rheda.

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