Miele: McKinsey kommt

Von Ralf Keuper

Dass der Gütersloher Haushaltsgerätehersteller Miele den Rat von Strategieberatern sucht, stellt ein Novum in der Unternehmensgeschichte dar. Wie in verschiedenen Medien berichtet wurde, wird McKinsey Miele dabei beraten, wie das Unternehmen in den nächsten Jahren 100 Mio. Euro einsparen kann. Weiterhin soll McKinsey Miele dabei unterstützen, das eigene Geschäftsmodell für die Zukunft wetterfest zu machen (Vgl. dazu: Miele verschärft Sparkurs: Kosten sollen massiv sinken, Stellen fallen weg). Vor allem der Absatz von Waschmaschinen bleibt hinter den Erwartungen zurück. Schon kommt die Frage auf, ob die Produktion der Waschmaschinen wie geplant, auf die Standorte Gütersloh und Polen aufgeteilt werden soll (Vgl. dazu: Miele-Betriebsrat fürchtet noch höheren Stellenabbau).

Wenngleich man das Engagement von McKinsey nicht überbewerten sollte, so zeigt sich daran doch, dass die Führung bei Miele, anders als in der Vergangenheit, zu der Überzeugung gekommen ist, auf externen Rat angewiesen zu sein. Es stellt sich die Frage, ob Miele seinen Status als Premium-Hersteller auch in Zukunft behaupten kann. Zu schaffen macht Miele die Konkurrenz aus Asien, wie Haier und Samsung (Vgl. dazu: Chinas weißer Riese drängt in die deutschen KüchenSamsung jagt Miele mit der Socken-Klappe). Die fortschreitende Digitalisierung macht auch vor der Haushaltsgerätebranche nicht halt. Auch hier ist Haier besonders aktiv (Vgl. dazu: Waschen, googeln, twittern – das vernetzte Haus…

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1 Antwort zu Miele: McKinsey kommt

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