Das Dorf hat in Westfalen Zukunft – auch im Zeitalter der “Metropolregionen”

Von Ralf Keuper

Metropolen gehört die Zukunft; so eine derzeit weit verbreitete Ansicht. Das Dorf wirkt im Vergleich dazu wie ein Relikt aus der Vergangenheit, eine überkommene Form menschlichen Zusammenlebens, die sich in der Digitalmoderne erübrigt hat. Bestenfalls auf Nostalgiker oder Romantiker wirkt das Dorfleben anziehend.

Die Diskussion ist nicht neu. Das Dorf hat im “Zeitalter der Massen” zwangsläufig einen schweren Stand. Bereits Georg Simmel schilderte die Vorzüge des Stadtlebens in seinem auch heute noch lesenswerten Beitrag Die Grosstädte und das Geistesleben. Die Großstadt bietet zahlreiche Anregungen, womit nicht nur Zerstreuung gemeint ist, sondern auch die Teilnahme am kulturellen Angebot wie Museen, Konzerthäuser, Opern, Theater usw.

Und doch kommen viele Neuerungen, heute vorwiegend unter dem Schlagwort “Innovation” zusammengefasst, aus der Provinz, aus der Peripherie. Der Kulturwissenschaftler und Schriftsteller Egon Friedell sprach von der Schöpferischen Peripherie. Die viel zitierten Hidden Champions sind auffallend häufig in der Provinz anzutreffen. Die Regionen Ostwestfalen und Südwestfalen zählen bundesweit zu denen mit der höchsten …

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1 Antwort zu Das Dorf hat in Westfalen Zukunft – auch im Zeitalter der “Metropolregionen”

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