Westfalen – stark auch und gerade ohne “Metropolregion”

Von Ralf Keuper

Der Plan der NRW-Landesregierung, zwei Metropolregionen, Rheinland und Ruhr, zu definieren, hat in Westfalen für einige Unruhe wie auch für Betriebsamkeit gesorgt, was auf diesem Blog bereits zweimal aufgegriffen wurde:

In dem vorliegenden Beitrag stehen weniger das konkrete Vorhaben der Landesregierung und die Reaktionen darauf im Vordergrund; vielmehr soll hier der Frage nachgegangen werden, was es überhaupt mit dem Ansatz der Metropolregionen auf sich hat, da es sich um ein relativ neues Phänomen handelt. Daran anschließend folgt der Abgleich mit der aktuellen Situation in Westfalen, bzw. in den Teilen Westfalens, die nicht unter den Begriff der Metropolregion nach Lesart der Landesregierung fallen.

Der Lockruf der Metropolen

Alles strebt, alles drängt, so scheint es, in die Metropolen. Parallel dazu sind die Regionen darauf bedacht, den Rang einer Metropole zuerkannt zu bekommen. An die Metropolen sind zahlreiche Erwartungen gerichtet. Einerseits stehen urbane Zentren seit Jahrhunderten in dem Ruf, ein Hort der Freiheit zu sein, andererseits genießen Metropolen für gewöhnlich ein hohes Ansehen. Gemäß der Regel der zunehmenden Erträge bzw. des Spruchs “Wer hat, dem wird gegeben” fließt ein Großteil der Gelder der öffentlichen Hand wie auch privater Investoren in die Metropolen. Das wiederum ist nicht wirklich überraschend, leben hier doch deutlich mehr Menschen, als in den verstreut gelegenen Kommunen auf dem Lande. Wenn es also nur danach ginge, dann dürften in den ländlichen Regionen, außer Landwirten und Menschen, die sich dort zur Ruhe gesetzt haben oder schlicht an ihrer Scholle kleben, keine weiteren Einwohner leben. Dem ist nicht so.

Für Letzteres kann man die d…

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1 Antwort zu Westfalen – stark auch und gerade ohne “Metropolregion”

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